Gewitterfront

Etliche Feuerwehreinsätze nach Starkregen im Norden

Besonders häufig musste die Feuerwehr im Hamburger Westen ausrücken. Auch in den kommenden Tagen bleibt es schwülwarm und regnerisch.

Hamburg. Eine Gewitterfront mit Starkregen ist in der Nacht zu Mittwoch über den Norden gezogen und hat zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen im Norden geführt. Auch am Morgen regnete es noch teils kräftig.

Allein in Hamburg musste die Feuerwehr 18 Mal ausrücken, weil Keller Unterführungen vollliefen, oder Äste drohten, auf die Straße zu fallen. Betroffen war größtenteils Stadtteile im Westen, wie Othmarschen, Flottbek, Blankenese und Nienstedten.

Laut Angaben des Hamburger Instituts für Wetter- und Klimakommunikation bleibt das Wetter im Norden auch in den kommenden Tagen unbeständig. Besonders nachmittags kommt es immer wieder zu Regen. Dazu wird bei Temperaturen von bis zu 23 Grad schwülwarm.

Zahlreiche Einsätze auch im Norden

Im Segeberg gab es am Dienstagabend innerhalb von drei Sunden etwa 70 Einsätze, wie die Feuerwehr mitteilte. Besonders betroffen war die Region entlang der A7 zwischen Henstedt-Ulzburg und Bad Bramstedt. Aber auch in den Kreisen Pinneberg, Stomarn, Herzogtum Lauenburg und Ostholstein rückten Einsatzkräfte wegen des Unwetters mehr als 30 Mal aus.

Hauptsächlich musste die Feuerwehr volle Keller abpumpen und überflutete Straßen sichern. Einige Fahrbahnen waren kurzzeitig unpassierbar, weil sich Schlamm auf ihnen gesammelt hatte. An vielen Orten mussten die Einsatzkräfte Gräben ziehen, um die Wassermassen wieder abfließen zu lassen. In Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) sorgte der wolkenbruchartige Niederschlag für Wasserstände von fast einem halben Meter und überflutete mehrere Straßen.

Einige Autos blieben der Polizei zufolge im knietiefen Wasser stecken und mussten abgeschleppt werden. Ein Wagen rutschte wegen der Überschwemmungen in einen Graben. Nicht nur der Starkregen machte der Feuerwehr zu schaffen: Vielerorts sorgten auch Äste und umgeknickte Bäume für kleinere Einsätze. In Seedorf (Kreis Pinneberg) fiel wegen eines Blitzeinschlags kurzzeitig der Strom in zwei Straßen aus, ein Feuer brach aber nicht aus. Menschen wurden nicht verletzt.