Busbeschleunigung

Niendorf wird wegen Bauarbeiten monatelang zum Nadelöhr

Langsamer ans Ziel durch Busbeschleunigung: Von März an wird es wegen Bauarbeiten auf der Kollaustraße rund um den Niendorfer Marktplatz und am Garstedter Weg eng.

Niendorf. Die Hamburger sollen in Zukunft schneller und zuverlässiger mit dem Bus ans Ziel kommen. Das ist die Idee hinter dem Busbeschleunigungsprogramm. Vorher aber drohen Staus. Von März an kann es auf der Kollaustraße und rund um den Niendorfer Marktplatz eng werden: Die Bauarbeiten für das Busbeschleunigungsprogramm gehen im Bezirk Eimsbüttel in die nächste Phase.

Den Anfang machen am 3. März die Arbeiten im Bereich Kollaustraße/Niendorfer Straße. Dort staut sich der Verkehr jetzt schon häufig in Richtung Innenstadt. Immerhin 57.000 Fahrzeuge passieren diesen Bereich jeden Tag. Ursache für die Staus dort sei laut Verkehrsbehörde ein Geradeaus-/Rechtsabbiegestreifen von der Kollaustraße in die Niendorfer Straße. Abhilfe schaffen soll ein neuer separater Rechtsabbiegestreifen von der Kollaustraße in die Niendorfer Straße. Damit der Busverkehr besser fließt, wird südlich der Groß Borsteler Straße die vorhandene Busspur stadteinwärts verlängert.

In einer ersten Phase werden die bisherigen Bushaltestellen nicht angefahren. Provisorische Haltestellen werden vor den Häusern Kollaustraße 115 und 104-102 eingerichtet. Die Einfahrt in die Niendorfer Straße wird vom 8.März an für sieben Wochen gesperrt. Eine Umleitung erfolgt über Siemersplatz, Vogt-Wells-Straße und Julius-Vosseler-Straße. Die Linksabbiegerspur aus der Kollaustraße in die Groß Borsteler Straße wird ebenfalls gesperrt. Die Autofahrer werden über die Papenreye umgeleitet.

Vom 28. April bis zum 25. Mai wird die Einmündung Groß Borsteler Straße gesperrt. Die Linksabbiegespuren aus der Kollaustraße in die Niendorfer Straße und in die Groß Borsteler Straße werden abgeschafft. Nach den Bauarbeiten bleiben die Fahrspuren in der Kollaustraße erhalten – lediglich von der Niendorfer Straße bis zum Siemersplatz wird stadteinwärts die rechte Fahrspur in eine Busspur ummarkiert.

Um den nötigen Platz dafür zu schaffen, werden 14 Bäume an der Kollaustraße zwischen Papenreye und Niendorfer Straße gefällt und elf neue gepflanzt. Auch der Radweg wird erneuert. Die Verkehrsbehörde ist optimistisch und rechnet nicht mit starken Behinderungen: „Die Bauabläufe sind so gestaltet, dass der Verkehr fließen kann. Erfahrungsgemäß brauchen die Verkehrsteilnehmer zwei bis drei Tage, um sich auf neue Situationen einzustellen. Die bisherigen Kreuzungsumbauten im Busbeschleunigungsprogramm sind im Umfang größer gewesen, und der Verkehr floss erstaunlich gut“, sagt Behördensprecherin Helma Krstanoski. Die bisherigen Arbeiten zur Busbeschleunigung lägen im Zeitplan.

Für die Autofahrer, die aus Niendorf in die Innenstadt fahren, wird es vom 17. März an noch ungemütlicher. Dann kommen Baustellen im Bereich Garstedter Weg/Niendorfer Markt hinzu. Ziel ist die Busbeschleunigung sowie ein besserer Verkehrsfluss am ZOB Niendorf Markt.

Die Ausfahrt aus dem Busbahnhof Richtung Krohnstieg wird zu diesem Zweck ein Stück stadteinwärts verlegt, um die gemeinsame Ein- und Ausfahrt im Norden des Busbahnhofes zu entzerren. Eine deutlichere Veränderung für die Autofahrer wird der Wegfall der dritten Linksabbiegespur vom Garstedter Weg in die Kollaustraße sein. Diese wird in eine Busspur umgewandelt. So sollen die Busse vom ZOB kommend direkt bis zur Ampel an der Kreuzung Niendorfer Marktplatz fahren. Die dortigen Ampeln werden so umgerüstet, dass Busse Vorrang haben. Auf dem ZOB werden zwei Stellplätze für Doppelgelenkbusse gebaut – dort, wo der Bürgersteig am Garstedter Weg verläuft. Der Gehweg und der Grünstreifen werden barrierefrei umgestaltet. Es werden neue Radfahrstreifen eingerichtet und die vorhandenen erneuert.

Zehn Bäume werden gefällt, im Gegenzug werden neun neue gepflanzt. Die Doppelgelenkbusse werden zusätzlich eingesetzt, um den Takt zu verdichten. Zudem bekommt der Garstedter Weg eine neue Asphaltdecke. Während der Bauarbeiten fließt der Verkehr auf dem Garstedter Weg teilweise jeweils einspurig pro Richtung. Weil der ZOB nur eingeschränkt befahrbar ist, werden provisorische Haltestellen am Garstedter Weg eingerichtet. In der letzten Phase vom 26. Juni bis 3. Juli wird in der Kollaustraße stadtauswärts zeitweise ein Fahrstreifen gesperrt. Anfang Juli sollen die Arbeiten vollendet sein.