Baustellen-Chaos auf beiden Seiten des Elbtunnels

Ab 2016 wird die A7 im Süden verbreitert – gleichzeitig mit dem Bau des Deckels im Norden

Hamburg. In zwei Jahren soll die A7 südlich des Elbtunnels zur Großbaustelle werden. Die Autobahn wird auf einem rund vier Kilometer langen Abschnitt verbreitert und saniert. Er reicht von der Anschlussstelle Moorburg bis zur Elbe. Rund vier Jahre werden die Arbeiten dauern. Weil in dieser Zeit auch auf der A7 nördlich des Tunnels am geplanten Deckel gearbeitet wird, drohen Dauerstaus.

Die Experten nennen den südlichen Abschnitt der Autobahn „Hochstraße Elbmarsch“. Auf 110 Pfeilerreihen steht sie, es ist Deutschlands längste Straßenbrücke. Dass sie saniert und verbreitert werden muss, ist schon seit Längerem klar. Neu ist hingegen der Bautermin.

Die Hamburger Verkehrsbehörde hatte 2012 ein 3,2 Millionen Euro teures Gutachten zum Zustand der Hochstraße in Auftrag gegeben. Das Ergebnis liegt nun vor, wird aber noch geheim gehalten. Die Behörde bestätigt nur, dass ein kompletter Neubau nicht erforderlich ist. Im Frühjahr will sie die Planungen vorstellen.

Das Planfeststellungsverfahren für die Sanierung und den Ausbau von drei auf vier Spuren pro Richtung könnte 2015 beginnen. Behördenintern wird mit einer kurzen Dauer gerechnet. Die Hochstraße führt durch Hafengelände, es gibt nur wenige Anlieger.