Hamburgern geht es besser als den anderen Deutschen

Hamburg. Mehr Jobs, mehr Geld: Den Hamburgern geht es im Vergleich zum Rest des Landes überdurchschnittlich gut. Zu diesem Schluss kommt Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) bei der Vorstellung des neuen Sozialberichts. Darin enthalten sind Daten über die Lebenslagen der Hamburger Familien und Senioren. „Der überwiegende Teil der Hamburger Bevölkerung kann an Bildung und Arbeit teilhaben und ist ökonomisch abgesichert“, sagte Scheele.

Das Durchschnittseinkommen von Paaren mit Kindern erhöhte sich von 2770 Euro im Jahr 2000 um 48 Prozent auf 4110 Euro im Jahr 2010. Bei Alleinerziehenden stieg das durchschnittliche Einkommen von 1590 auf 2140 Euro (plus 35 Prozent). Rund 94 Prozent der Hamburger Senioren können ihren Lebensunterhalt aus eigenen finanziellen Mitteln bestreiten. Scheele sagte, zwar öffne sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter. „Diejenigen, die wohlhabend sind, werden wohlhabender. Aber Arme in Hamburg werden nicht ärmer.“ Der Sozialsenator hob den Wert von Bildung und beruflicher Qualifikation hervor. Sie seien „die Schlüssel zur Vermeidung von Armut“.

Die grüne Sozialpolitikerin Katharina Fegebank kritisierte, dass der Sozialbericht die Situation nur unzureichend beschreibe. „Statt zu sagen, dass jedes fünfte Kind in Armut lebt, rechnet Scheele vor, dass 83Prozent der Eltern über mittlere bis hohe Einkommen verfügen“, so Fegebank.