Schüler machen Zeitung

Frei und solo klettern ist ein Spiel mit dem Nervenkitzel

Wer ohne Sicherung Berge erklimmt, muss das Risiko kennen

Die Sportart Klettern ist bekannt. Doch auch hier gibt es Extreme. Free-solo-climbing – Freies-Solo-Klettern. Hierbei klettert man eine Route, also eine vorgegebene zum Klettern geeignete Strecke ohne technische Hilfe und Sicherungsmittel. Dafür benötigt man keine Ausrüstung. „Man muss nur mit sich im Reinen sein“, sagt Thomas, ein erfahrener Free-solo-Kletterer. Bei dieser Extremsportart gibt es verschiedene Schwierigkeitsskalen, sowie unterschiedlich lange Routen. Sie führen von einer kurzen Wand bis zu einem Berg. Ein berühmter Free-solo-Kletterer ist Alain Robert, genannt der „French Spiderman“, der Fassaden von Hochhäusern barfuß und ohne Sicherung erklimmen kann – wie eine Spinne.

Für einige Free-solo-Kletterer spielt die Vorbereitung eine große Rolle, indem sie vor dem Solo- Klettern die Route mit Sicherung besteigen und sie in- und auswendig kennen. Andere Kletterer wie Thomas machen sich vorher keine großen Gedanken und klettern die Route solo, ohne sie erkundet zu haben. Beim Free-Solo-Klettern ist nicht das Hinaufklettern eine große Herausforderung. Warum riskiert man sein Leben, wenn das Ziel genau das gleiche ist, wie mit Sicherung: Oben ankommen? „Indem du dich in bestimmten Situationen selber misst, bringst du dich in deinem Inneren auf einen einzigen Punkt und bist komplett bei dir“, sagt Thomas. Während des Kletterns sei es lebensgefährlich, an etwas anderes zu denken, als an das was man gerade tut. Den sogenannten Adrenalin-Kick bekomme man, wenn man oben angekommen sei.

Free-Solo-Klettern liegt uns näher, als wir denken. Es fängt schon damit an, auf einen Baum zu klettern.

Das zum freien Klettern wichtige Selbstvertrauen, sich immer höher werdenden Risiken zu stellen unter Einsatz des eigenen Lebens – das ist nur wenigen gegeben.