„Hamburger des Jahres“

Schauspieler Jan Fedder für sein Lebenswerk geehrt

Der TV-Star ist am Dienstagabend als „Hamburger des Jahres“ ausgezeichnet worden. Der Sender Hamburg 1 vergab den Preis zum 15. Mal. Bürgermeister Scholz ehrt Polizeischüler, die zu Lebensrettern wurden.

St. Georg Es ist die Zeit der Rückblicke – und am Ende bleibt immer die Frage: Wer sind die Menschen, die im vergangenen Jahr Großes geleistet haben? Die Hamburg mitgestaltet haben? Die die Hamburger des Jahres sind?

200 Gäste aus Kultur, Politik, Sport und Medien kamen am Dienstagabend zu einer festlichen Gala ins Hotel Atlantic, um bei der 15. Preisverleihung „Hamburger des Jahres“ dabei zu sein. Oder besser gesagt: bei der Auszeichnung der Hamburger des Jahres, denn es gab mehrere Gewinner.

„Der Preis ‚Hamburger des Jahres‘ würdigt jetzt zum 15.Mal Menschen, die nicht nur hier leben, sondern auch dafür sorgen, dass unsere Stadt lebenswert ist“, sagte Michael Schmidt, Chefredakteur bei Hamburg1. Der Fernsehsender ist Initiator und Veranstalter des Preises. Schmidt: „Die Ausgezeichneten sind Persönlichkeiten, auf die Hamburg stolz sein kann.“

In der Kategorie „Fairness und Courage“ ging die Auszeichnung an die drei Polizeischüler Kim Scheuer, Maximilian Spitta und Laura-Marie Winkel, die während der Cyclassics einen Radrennfahrer wiederbelebt hatten. Der Mann erlitt während des Rennens einen Herzinfarkt und hätte ohne den Einsatz der drei jungen Menschen vielleicht nicht überlebt. Wie in den Vorjahren wurde die Laudatio zum Sonderpreis „Fairness und Courage“ von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) gehalten.

Den Preis in der Kategorie „Soziales Engagement“ erhielt Steffen Schumann für seinen unermüdlichen Einsatz für „Hände für Kinder“. Der Verein betreibt den Neuen Kupferhof in Wohldorf-Ohlstedt, auf dem schwerbehinderte Kinder und ihre Familien eine Auszeit von ihrem stressvollen Alltag nehmen können. TV-Moderator Jörg Pilawa lobte das Projekt in seiner Laudatio als „besonders wichtigen Ausgleich für die betroffenen Familien“.

Die wohl größte Gewinnergruppe gab es in der Kategorie „Kultur“, denn der Preis ging an das Reeperbahn Festival und seine Macher Alexander Schulz und sein Team. „Seit dem Start im Jahr 2006 hat sich die Veranstaltung zu einem der wichtigsten europäischen Musikfestivals entwickelt“, lautet die Begründung der Jury.

Der Nachname der Gewinnerin in der Kategorie „Wirtschaft“ dürfte den meisten aus der einen oder anderen Einkaufspassage bekannt sein: Cathrin Engelhardt. Die Inhaberin und Geschäftsführerin der Reformhauskette Engelhardt führt das Unternehmen erfolgreich seit 2001 und bedient die immer größer werdende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und Lebensmitteln. Die Laudatio hielt der Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz. Sänger Lotto King Karl war Laudator in der Kategorie „Sport“: Der Preis ging an die Herrenmannschaft des HSV Handball, die unter Trainer Martin Schwalb die Champions League gewann.

Für sein Lebenswerk wurde ein laut Jury echter „Hamburger Jung“ ausgezeichnet: Jan Fedder. „In seinen zahlreichen Rollen begeistert der Schauspieler Menschen in ganz Deutschland, bleibt dabei aber immer ein ‚Hamburger Jung‘ und wurde so zum Botschafter der Hansestadt“, lautet die Begründung der Jury.

NDR-Intendant Lutz Marmor hielt die Laudatio auf Jan Fedder: „Du bist ein echter norddeutscher ‚Volksschauspieler‘ – von denen es nicht mehr viele gibt. Ich bin stolz, dich in einer Reihe mit den ganz Großen nennen zu können, mit Heidi Kabel, Willy Millowitsch, Helga Feddersen oder Günter Strack“, sagte Marmor direkt an Jan Fedder gerichtet. „Du bist ein wunderbarer Botschafter, der Hamburger Herz und Schnauze in ganz Deutschland populär gemacht hat.“

Dass ein Privatsender wie Hamburg1 in diesem Jahr mit Jan Fedder einen Star des öffentlich-rechtlichen Fernsehens auszeichnet, zeige, „dass wir über Grenzen hinweg die Hamburger auswählen“, sagte Hamburg-1-Chefredakteur Michael Schmidt. „Jan Fedder hat es verdient – das ist uns wichtig, und das macht diese Veranstaltung zu etwas Besonderem.“

Aber nicht nur das. „Jeder Hamburger des Jahres ist besonders“, sagte Michael Schmidt weiter. Alle Geschichten der Preisträger seien beeindruckend und zum Teil hoch emotional.