Lampedusa-Gruppe

Nacht bleibt nach Randale im Alsterhaus ruhig

Nachdem Vermummte am Sonnabend im Alsterhaus am Jungfernstieg randaliert hatten und es in der Innenstadt zu mehreren kleineren Demos gekommen war, ist es in der Nacht zu Sonntag ruhig geblieben.

Hamburg. Auch am Sonnabend ist es in der Hamburger Innenstadt zu mehreren kleineren Demonstrationen für die Lampedusa-Flüchtlinge gekommen. Am frühen Nachmittag versammelten sich etwa 50 Teilnehmer auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz und forderten ein Bleiberecht für die etwa 300 afrikanischen Männer. In der Nacht zum Sonntag war es dann nach Angaben der Polizei ruhig geblieben.

Die Polizei war mit einer Hundertschaft vor Ort. Die Stimmung sei friedlich, es habe keine Übergriffe auf Polizisten gegeben, sagte ein Sprecher. „Die Demonstranten haben sich relativ schnell in verschiedene Richtung verteilt. Aus den Erfahrungen der vergangenen Tage kann dies auch ein schlechtes Zeichen sein. Wir sind aber optimistisch, dass es auch den Abend über friedlich bleibt“, so der Sprecher weiter.

Am späteren Sonnabendnachmittag liefen kleinere Demonstranten-Gruppen durch die Innenstadt. Etwa 50 Vermummte stürmten ins Alsterhaus. In der Parfüm-Abteilung rissen sie Waren aus den Regalen und warfen Parfüm-Flaschen zu Boden. Dabei entstand nach Angaben der Polizei ein Sachschaden von 4000 Euro. Am Gänsemarkt stoppte die Polizei etwa 35 Personen, ließ sie aber kurz danach weiterziehen.

Am Donnerstag hatten sich teils radikale Demonstranten und die Polizeikräfte nach einer Kundgebung am Gänsemarkt ein Katz-und-Maus-Spiel in der Innenstadt geliefert.