„Tag der offenen Moschee“

Moscheen in Hamburg informieren über den Islam

Wer schon immer mal eine Moschee von innen sehen oder an einem muslimischen Gebet teilnehmen wollte, hat am Tag der Deutschen Einheit die Gelegenheit dazu. Mehr als 40 Moscheen in Hamburg öffnen ihre Türen.

Hamburg. Am Tag der Deutschen Einheit haben die Moscheen in Hamburg beim bundesweiten „Tag der offenen Moschee“ ihre Pforten geöffnet. Gemeindemitglieder informierten am Donnerstag Besucher über den Islam, die Gemeinschaft in den muslimischen Gemeinden sowie über ihre ehrenamtliche Arbeit in den Stadtteilen. „Wir suchen persönliche Beziehungen zu unseren Nachbarn“, sagte der Imam der Fazl-e-Omar-Moschee in Hamburg-Eimsbüttel, Laeeq Ahmad Munir. Vielerorts kamen Nachbarn zum Kennenlernen vorbei, es wurde über den Islam diskutiert und über Integration. Der bundesweite „Tag der offenen Moschee“ fand in diesem Jahr zum 17. Mal statt.

Die islamischen Religionsgemeinschaften in Deutschland veranstalten seit 1997 den bundesweiten Tag der offenen Moschee (TOM) – jedes Jahr am 3. Oktober. Mit dem Tag der offenen Moschee am Tag der Deutschen Einheit soll die Verbundenheit der Muslime in Deutschland mit dem Land demonstriert werden. Mehr als 1000 Moscheen bieten an diesem Tag Führungen, Vorträge, Ausstellungen Informationsmaterialien und Begegnungsmöglichkeiten an. Das Angebot wird jährlich von mehr als 100.000 Besuchern wahrgenommen. Seit 2007 wird der Tag der offenen Moschee unter dem Schirm des Koordinationsrats der Muslime (KRM) mit einem gemeinsamen Motto organisiert.

Das diesjährige Motto des Tages der offenen Moschee lautet „Umweltschutz – Moscheen setzen sich ein“. Auch Muslimen ist bewusst, dass viele Fragen und Probleme erst mit einem gewissen gesellschaftlichen Wohlstand aufkommen beziehungsweise erst dann sichtbar werden. Probleme und Herausforderungen wie etwa die Klimaerwärmung, Luftverschmutzung, Hungersnöte, unwürdige Tierhaltung, Wassermangel usw. sind Phänomene, die auf die Menschen und ihre Lebensweise zurückzuführen sind.

In Hamburg kommen etwa 11.925 Muslime zu den Freitagsgebeten. Es sind 42 Moscheen eingetragen. Hier finden Sie eine Liste mit allen Moscheen.