Aydan Özoğuz ist Spitzenkandidatin der Hamburger SPD. „Ich sehe mich nicht vordergründig als Deutsche oder als Türkin, sondern als Hamburgerin.“ Der „Zug zur Macht“ führt sie zur Vorstandssitzung der Bundes-SPD

Hamburg. Ein aufgespannter Regenschirm in der rechten Hand, ein Pappbecher Kaffee in der linken, die Arbeit für die Rückfahrt im Rucksack verstaut. Es ist 7 Uhr morgens, und Aydan Özoğuz wartet an Gleis 8 des Hauptbahnhofs. Es kommt wie viel zu oft, ICE 1513 fährt ohne den Wagen mit den reservierten Plätzen. So landet sie im Kinderabteil des „Zugs zur Macht“, der Özoğuz heute zum Bundesvorstand der SPD bringt. Der Hosenanzug hanseatischblau, die braunen, leicht gelockten Haare offen – Aydan Özoğuz entspricht so gar nicht dem Bild, das viele Hamburger von einer gläubigen Muslima haben dürften.