St.-Pauli-Kirche zu kalt – Winterquartier für Flüchtlinge gesucht

Altona. Für die rund 80 libyschen Flüchtlinge, die seit Anfang Juni in der St.-Pauli-Kirche untergebracht sind, wird eine alternative Unterbringung für die Wintermonate gesucht. Laut Pastor Sieghard Wilm bleibe nicht mehr viel Zeit: „Wenn es kalt wird, ist die Unterbringung in der Kirche problematisch, weil man sie nicht vernünftig heizen kann.“ Derzeit prüfe man diverse Flächen im Bezirk, die für die Aufstellung von Containern geeignet seien.

Eine dieser Flächen ist die sogenannte Brammerfläche zwischen Schulterblatt und Max-Brauer-Allee. Dort betreibt John Schierhorn den Beachclub Central Park. Der 36-Jährige hatte der Kirche vorgeschlagen, den zugehörigen Parkplatz während der Wintermonate zur Verfügung zu stellen.

Sieghard Wilm kann sich diese Lösung gut vorstellen. „Das Wichtigste bei einem Standort ist, dass man ein Unterstützerteam vor Ort hat. Das wäre bei der Brammerfläche der Fall.“ Ebenso sei es denkbar, auch auf dem Kirchengelände Container aufzustellen. Spätestens Ende September sollen Nutzungsanträge beim Bezirksamt Altona gestellt werden. Ob die Flüchtlinge dauerhaft Asyl in Hamburg erhalten, ist jedoch völlig unklar.