S-Bahn Hamburg

Deutsche Bahn betreibt S-Bahn in Hamburg bis 2033

Stadt vergibt den Auftrag für 2018 bis 2033. Das gaben Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Bahnchef Rüdiger Grube bekannt. Bahn kauft 60 neue Züge für mehr als 300 Millionen Euro.

Hamburg Die Deutsche Bahn bleibt für weitere 15 Jahre Betreiberin der S-Bahn in Hamburg. Der Senat hat die Bahntochter S-Bahn Hamburg GmbH damit für den Zeitraum 2018 bis 2033 beauftragt. Das gaben Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube am Freitag im Rathaus bekannt. Ein Bestandteil der Vereinbarung ist die Beschaffung von 60 neuen Zügen, die alle mit Klimaanlagen, Durchgängen zwischen den Wagen und modernen Systemen zur Fahrgastinformation ausgestattet sind. Allein dafür investiert die S-Bahn GmbH 327 Millionen Euro.

„Mit diesem Vertrag werden Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zukünftig zu deutlich verbesserten Konditionen mehr Leistung erhalten“, sagte Scholz. „Vor allem mit der Beschaffung von 60 neuen Fahrzeugen wird die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs in Hamburg weiter gesteigert.“ Grube verwies darauf, dass die S-Bahn Hamburg mit einer Pünktlichkeitsquote von gut 95 Prozent an Attraktivität gewonnen und die Zahl der Fahrgäste kontinuierlich gesteigert habe. „Wir haben ein wirtschaftliches Angebot vorgelegt und werden 450 Millionen Euro in Neufahrzeuge, das Redesign der vorhandenen Fahrzeuge und die Modernisierung der Werkstätten investieren“, so der Bahn-Chef. Till Steffen (Grüne) lobte zwar den neuen Vertrag, kritisierte aber, dass er keine Verstärkung der überlasteten S-3-Strecke zwischen Harburg und Hauptbahnhof beinhalte. Ole Thorben Buschhüter (SPD) räumte ein, dass auf dieser Strecke etwas passieren müsse. Das brauche Zeit: „Einen S-Bahn-Zug kauft man nicht von der Stange.“