Else-Rauch-Platz

Aus für zweite „Tauschkiste“ nach nur wenigen Tagen

Nachdem sich beim ersten Mal Anwohner über die Tauschkiste beschwert hatten, rückte beim zweiten Vorhaben der Räumdienst der Behörde an. Die „Wechselstube“ blieb nur wenige Tage stehen.

Hamburg. Auf der „Wechselstube“ in Eimsbüttel ruht kein Segen. Bereits zum zweiten Mal musste nun die „Tauschkiste“, wie sie von den Initiatoren genannt wird, abgebaut werden. Nachdem das erste Zelt, in dem die Eimsbütteler gebrauchte Gegenstände untereinander getauscht haben, wegen zahlreicher Anwohnerbeschwerden im Dezember abgebaut werden musste, haben die Organisatoren einen neuen Standort gesucht. Vor wenigen Tagen erst bauten sie die Tauschkiste in Festzeltgröße auf dem Else-Rauch-Platz – nur wenige Meter vom alten Standort auf.

Schon nach wenigen Stunden waren die Regale gut gefüllt. Die Eimsbütteler brachten Kleidung, Geschirr und allerlei mehr. Doch offensichtlich fehlte für das Vorhaben das Ok der Behörde. Und so hatten die Nutzer nur kurz etwas von dem kostenlosen Geben und Nehmen. Die Behörde schickte am Dienstag einen Räumdienst.

Auf Nachfrage beim zuständigen Bezirksamt heißt es, dass es sich um eine unerlaubte Sondernutzung handle. Ein entsprechender Antrag der Betreiber sei abgelehnt worden. Grund: „Es wurde beabsichtigt, in diesem Zelt Gegenstände anzubieten, von denen eine Gefahr für die Parkbenutzer, insbesondere für die Kinder des anliegenden Spielplatzes, ausgehen könnte“, so Aileen Röpcke, Sprecherin des Bezirksamtes Eimsbüttel. Außerdem gehe von der Einrichtung eine potenzielle Brandgefahr aus, durch die für die Stadt als Eigentümer ein unkalkulierbares Risiko entstehe.