Innenstadt

Mehr als 2000 Teilnehmer bei Protestzug durch Hamburg

Rund 2100 Menschen marschierten am Sonnabend durch die Innenstadt, unter ihnen auch 450 Linksradikale. Vereinzelte Böllerwürfe - sonst ruhig. Demonstration gegen die Ausgrenzung von Flüchtlingen.

Hamburg. Rund 2100 Menschen, darunter etwa 450 Linksradikale, haben am Sonnabend in der Hamburger City gegen Rassismus und Ausgrenzung von Flüchtlingen demonstriert. Laut Polizei gab es während des Marsches keine Zwischenfälle. Einzig ein paar Böllerwürfe störten die Demonstration. Aufgerufen zu der Kundgebung hatte der Flüchtlingsrat Hamburg.

Mit dem Demonstrationszug, der am Hauptbahnhof begann und über Mönckebergstraße, Jungfernstieg und Valentinskamp bis zur Feldstraße ging, sollte auf die nach Ansicht der Veranstalter prekäre Situation von Asylbewerbern in Deutschland aufmerksam gemacht und gegen Abschiebungen protestiert werden. Auf einem Transparent hieß es: „Rassismus tötet, kein Mensch ist illegal“.

Unter den Demonstranten waren zahlreiche Asylbewerber sowie Mitglieder von antifaschistischen Gruppen, Gewerkschaften und der Grünen Jugend. Sie veranstalteten mehrere Kundgebungen. Dabei forderten sie unter anderem eine Aufhebung der sogenannten Residenzpflicht. Asylbewerber dürfen sich während ihres Anerkennungsverfahrens als Flüchtlinge nicht frei in Deutschland bewegen, sondern nur in bestimmten Aufenthaltsbereichen.

Durch den Protestzug kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt.

( (dpa/HA) )

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