Nach Silvester-Schüssen

Anwohnerin findet mögliche Tatwaffe

In der Silvesternacht ist ein Familienvater in Harburg erschossen worden. Ein Angehöriger hat gestanden, die Tatwaffe vergraben zu haben.

Hamburg. In der Silvesternacht ist der 32-jährige Cetin Y. an der Seehafenstraße in Harburg erschossen worden. Mit mehreren Kindern der Familie und Harburger Freunden hatte der für die Silvesterfeier eigens aus Frankfurt angereiste Cetin Y. auf der Kreuzung Seehafenstraße/Schwarzenbergstraße das neue Jahr begrüßt, als er plötzlich zusammensackte. Sanitäter brachten ihn ins Krankenhaus, wo zunächst davon ausgegangen wurde, dass der Familienvater eine Erkrankung erlitten habe. Erst nach eingehender Untersuchung stellten die Ärzte eine Einschusswunde im Unterleib fest.

Gestern Vormittag ist nun die mögliche Tatwaffe in der Nähe des Tatorts aufgetaucht und von der Polizei sichergestellt worden. Eine Anwohnerin hatte sie in dem Beet vor ihrem Balkon ausgegraben. Die Stelle sei ihr komisch vorgekommen. Als sie sie überprüfte, habe sie einen Beutel mit einer Schusswaffe samt Munition gefunden. Es handelt sich um eine Sportpistole Kaliber 22, welches mit dem Tatprojektil identisch ist.

Laut Polizei liegt mittlerweile eine Aussage eines Angehörigen vor. Er habe eingeräumt, die Waffe in der Nacht vergraben zu haben. Das Todesopfer soll zuvor gemeinsam mit besagtem Angehörigen in die Luft geschossen haben. Als Cetin Y. dann mit der Pistole hantierte, soll sich der tödliche Schuss gelöst haben. Panisch habe der Zeuge die Waffe an sich genommen und sie fortgeschafft.

Derzeit überprüfen die Ermittler der Mordkommission diese Angaben. Auch die kriminaltechnische Untersuchung der sichergestellten Waffe wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

( (ric) )

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