Wohnraum-Demo in Hamburg

Polizei und Demonstranten geraten aneinander

Gleich zwei Demonstrationen im Rahmen der akuten Wohnraumproblematik gab es an diesem Sonnabend. Eine davon eskalierte.

Im Rahmen der Miet- und Wohnraumproblematik kam es in Hamburg am Sonnabend zu gleich zwei Demonstrationen. Eine davon führte zu Ausschreitungen.

Rund 100 Anwohner demonstrierten in Altona gegen den Abriss der Häuser Breite Straße. Die Teilnehmer blieben friedlich, bestätigt die Polizei, die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle. Unter dem Motto „Suchst Du noch oder wohnst Du schon?“ verbreitete sich im Internet derweil ein Aufruf zu einer schon im Vorfeld umstrittenen Demonstration: Die Veranstalter luden zu einem „spannenden Stadtspaziergang“. Dabei wollte man „die brisantesten Spielfelder der hamburgischen Stadtentwicklungspolitik erkunden“ und sich sein „Recht auf Stadt nehmen.“

Um 14.00 Uhr trafen sich nach Polizeiangaben vor dem Audimax der Universität Hamburg rund 300 Personen, die sich in zwei Gruppen aufteilten und durch die Stadt zogen.

Da die Aufzüge nicht angemeldet waren und sich kein Leiter identifizieren ließ, entschloss sich die Polizei eine der beiden Gruppen aufzulösen, wie diese auf Anfrage bestätigte. An der Ecke Johnsallee/Feldbrunnenstraße wurden die Beamten, laut Polizei-Leitstelle daraufhin von den Demonstranten angegriffen. Die Beamten wehrten sich und setzten auch Schlagstöcke ein.

Nachdem sich ein Leiter der Gruppe identifizieren ließ, wurden die beiden Gruppen zu einer Abschlussveranstaltung am Schlump wieder zusammengeführt. Der weitere Verlauf blieb friedlich.