Eimsbüttel

Vortrag über größte Goldmine Lateinamerikas

Umweltjournalist berichtet Freitag ab 18.30 Uhr von der „Yanacocha”. Anschließende Diskussion in der Kirchengemeinde St. Markus-Hoheluft.

Es geht um „Gold oder Wasser?“ – unter diesem Motto lädt die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Markus-Hoheluft , Heider Straße 1, an diesem Freitag, den 21. September 2012 um 18.30 Uhr, zu einem Vortrag mit Diskussion ein. Auch Hamburg hat eine große lateinamerikanische Gemeinde. Das schillernde Thema an diesem Abend: Im Fokus der Veranstaltung steht das umstrittene Goldminen-Ausbauprojekt „Conga“ in Cajamarca im Norden Perus und seine möglichen Auswirkungen für Menschen und Natur. Es handelt sich um die größte Goldmine Lateinamerika namens "Yanacocha", die erweitert werden soll. Der Hamburger Umwelt-Journalist David Vollrath beim Verein „Rettet den Regenwald“, der in dem Gebiet für die Umweltorganisation Grufides arbeitete, berichtet darüber an dem Abend, zudem gibt es landestypische Musik und Essen aus Peru.

Brisant: Über die Region in Cajamarca ist derzeit der militärische Ausnahmezustand verhängt, weil sich die Bevölkerung gegen den Ausbau der Mine wehrt, weil sie um die Natur bangt. "Gold oder Wasser, Bergbau oder Landwirtschaft und Natur, diese zentrale Frage hat eine globale Bedeutung", sagt David Vollrath. Er bereiste in Peru auch andere Bergbaugebiete, interviewte Bauern, Politiker, Unternehmer, um die Verhältnisse des Conga-Projektes besser einschätzen zu können. Das geplante Ausbauvorhaben von Yanacocha bedrohe die Wasserreserven und damit auch die Lebensgrundlagen der Bevölkerung, befürchten Umweltexperten wie Vollrath. Zahlreiche Lateinamerika-Experten werden an dem Abend erwartet. (neh)