Wie wollen wir leben?

Abendblatt startet große Fragebogen-Aktion. Ergebnisse werden auf dem Hamburger Zukunftscamp präsentiert

Hamburg. Würden Sie mit Eltern und Kindern in ein Mehrgenerationenhaus ziehen? Wollen Sie lieber zu Hause am Computer arbeiten als im Büro? Haben Sie vor, in den nächsten zehn Jahren überhaupt in Hamburg zu leben? Mit Fragen über das Leben in einer immer vernetzteren Welt beschäftigt sich eine Zukunftswerkstatt auf Kampnagel, die in der kommenden Woche in Hamburg beginnt. Vor diesem Hintergrund sucht das Abendblatt Antworten auf die Frage, die viele Hamburger zunehmend bewegt: Wie soll das Leben in dieser Stadt in den nächsten Jahren aussehen?

Dafür brauchen wir Ihre Hilfe: Auf dem nebenstehenden Fragebogen finden Sie 15 Fragen aus allen Bereichen des täglichen Lebens. Bitte kreuzen Sie pro Frage entweder "Ja" oder "Nein" an, schneiden Sie den Fragebogen aus, und senden Sie ihn per Brief an das: Hamburger Abendblatt, Chefredaktion, Axel-Springer-Platz 1, 20350 Hamburg. Sie können die Fragen ebenfalls online im Internet beantworten (unter www.abendblatt.de/fragebogen ). Auch anonyme Zuschriften werden berücksichtigt.

Die Ergebnisse der Umfrage sollen auf dem Zukunftscamp ".vernetzt#" präsentiert werden, das vom 26. bis 30. September auf Kampnagel stattfindet. Die Tagung, die von der "Zeit"-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius initiiert worden ist, richtet sich nicht nur an ein Fachpublikum oder Vertreter der Wissenschaft, sondern steht jedermann offen. Als prominenter Gast wird der französische Intellektuelle Stéphane Hessel, Autor des viel diskutierten Buchs "Empört euch!", auf Kampnagel erwartet.

Schwerpunkte der Diskussionsrunden, Vorträge und Workshops sind neben den Themenfeldern Wohnen und Arbeit auch Liebe, Zusammenleben und politisches Engagement. Parallel dazu befasst sich ein Forum (Titel: "Wollen wir teilen oder besitzen?") mit den Themen Carsharing und Gemeinschaftsgärten. So werden sich die Experten am Sonnabend, 29. September, damit auseinandersetzen, wie neue Technologien, neue Arbeitsformen und die Globalisierung die Arbeitswelt verändern. Eine weitere Diskussionsrunde beschäftigt sich am selben Tag mit der Frage, wie die Stadt der Zukunft aussehen soll.

Darauf gibt es durchaus überraschende Antworten. So endete eine Internetumfrage der Stadtentwicklungsbehörde zu den beliebtesten Gebäuden erst jüngst mit einem unerwarteten Ergebnis: In den Top Ten fanden sich akut vom Abriss bedrohte Objekte wie die Esso-Häuser am Spielbudenplatz und die Soulkitchen-Halle in Wilhelmsburg. Auf den hinteren Plätzen landen dagegen umstrittene Zankäpfel wie die Europa-Passage und die Elbphilharmonie. Offensichtlich wünschen sich viele Hamburger einen behutsameren Umgang mit Traditionsbauten.

Wir sind gespannt auf Ihre Ant-worten.