HVV will Fahrgäste ab 2013 schneller informieren

Echtzeitsystem soll in einem Jahr eingeführt werden. Zugriff dann auch mit Smartphones

Hamburg. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) will sein Informationsangebot verbessern: Der HVV bereitet die Einführung einer Echtzeitinformation vor. Dafür sollen die bestehenden Betriebsleitsysteme und die Fahrplanauskunft für Bus und Bahn auf einer zentralen Datennetzscheibe vernetzt werden. Das heißt, die Fahrgäste können im Internet auf der HVV-Seite verfolgen, wann genau Bus und Bahn abfahren.

Das geht hervor aus der Antwort des Senats auf eine kleine schriftliche Anfrage des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter: "Um Bus und Bahn für eine möglichst große Zahl potenzieller Fahrgäste attraktiv zu gestalten, ist das Thema Information einer der kritischen Erfolgsfaktoren." Verspätungen ließen sich im Großstadtverkehr nicht immer vermeiden. Deshalb sei es umso wichtiger, die Fahrgäste zeitnah und umfassend zu informieren, damit sie reagieren können, so Buschhüter weiter.

Auf Abendblatt-Anfrage bestätigte HVV-Sprecherin Gisela Becker, dass das neue System im kommenden Jahr eingeführt werden soll: "Die Fahrgäste können dann über die Fahrplanauskunft im Internet erfahren, ob es Verspätungen gibt. Auch von Smartphones haben die Fahrgäste dann Zugriff auf das neue Angebot."

Als Kooperationspartner hat der HVV den Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (VBN) gewonnen, der ein solches System bereits mit einigen seiner Verkehrsunternehmen erprobt hat: "Die Erfahrungen die im VBN-Gebiet mit der zentralen Datenscheibe gesammelt wurden, waren positiv", sagt SPD-Verkehrsexperte Ole Thorben Buschhüter.

Die Hochbahn hat an ihren Bushaltestellen bereits seit 2001 ein Fahrgast-Informationssystem eingeführt. Auf den Monitoren wird den Fahrgästen angezeigt, in wie viel Minuten die Busse eintreffen.