Anwohner protestieren gegen Straßenausbau in Altona

Altona. Mit der sogenannten Rahmenplanung Bahrenfeld prüft die Stadtentwicklungsbehörde derzeit die Erschließung neuer Wohngebiete rund um den künftigen A-7-Deckel. Erste Ergebnisse stellten Behördenvertreter nun im betroffenen Bezirk Altona vor - und stießen bereits zu Beginn der Planungen auf Kritik: Im Fokus dabei sind vor allem die Erschließungsstraßen.

Als eine Art zentrale Achse davon ist nun eine Verlängerung des Holstenkamps zur Luruper Chaussee nahe der Einmündung der Ebertallee geplant. Was prompt eine Anwohnerinitiative auf den Plan ruft: "Dort darf keine neue Hauptverkehrs-Trasse entstehen", sagt ihr Sprecher Hartmut Janssen.

Die Befürchtung: Ein Großteil des Holstenkamp-Verkehrs mit etwa 33 000 Kfz-Bewegungen pro Tag und dem der Luruper Chaussee (26 000 Kfz pro Tag) könnte dann künftig durch bisher ruhige Wohn- und Naherholungsgebiete am Volkspark rollen. Janssen. "Wir haben nichts gegen eine Anbindung der neuen Wohngebiete, doch wir wollen hier keinen Durchgangsverkehr." Mit dem Autobahndeckel solle die Ost-West-Zerschneidung eines Stadtteils verhindert werden - nun aber drohe eine Nord-Süd-Trennung. Zumal dort eine 28 Meter breite Trasse geplant sei, die theoretisch einen sechsspurigen Ausbau ermögliche.

Aus Sicht der Bezirkspolitik besteht diese Gefahr jedoch nicht: "Das werden reine Stadtstraßen", sagt Mark Classen (SPD), Vorsitzender des Planungsausschusses in der Bezirksversammlung. Allerdings gebe es zur Rahmenplanung Fragen aus der Bezirkspolitik. So reiche nicht aus, lediglich von 1000 bis 2000 neuen Wohneinheiten zu reden, "wir wollen genaue Zahlen", so Classen. Am Mittwoch sollen im Planungsausschuss Details zu den Neubauplänen vorgestellt werden (18 Uhr, Technisches Rathaus, Jessenstraße 1).

Hintergrund ist der Ausbau der A 7, in dessen Zuge große Teile der Autobahn einen Lärmschutzdeckel bekommen sollen. Finanziert wird dies zum Teil über den Verkauf von Wohnbauflächen - die heute noch als Kleingärten genutzt werden. Die betroffenen 500 Kleingärtner sollen dann auf dem Deckel neue Flächen bekommen.