St. Pauli

SEK-Polizisten aus Sachsen in Reeperbahn-Bordell verprügelt

Beamte des SEK prügelten sich nach Zahlungsstreit im "Eros-Laufhaus" mit Wirtschaftern. Polizisten der Davidwache mussten schlichten.

Hamburg. Pikanter Zwischenfall an der Reeperbahn auf St. Pauli: Streit zwischen Prostituierten und Freiern um den "Liebeslohn" gibt es dort häufig - genauso die eine oder andere anschließende körperliche Auseinandersetzung zwischen Kunden und Bordell-Wirtschaftern. Selten ist dagegen, dass unter den Prügelnden ein ganzer Trupp Elite-Polizisten ist. So geschehen im Hamburger "Eros-Laufhaus" am Montagabend.

Wie die Hamburger Polizei bestätigte, waren an dem Zwischenfall fünf Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Sachsen beteiligt. Die Polizisten waren zuvor laut "Bild" zum Erfahrungsaustausch bei ihren Kollegen des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) Hamburg gewesen. Anschließend zogen die Sachsen aus Leipzig auf den Kiez. Nach einigen Drinks besuchten sie das "Eros-Laufhaus". Dort werben etwa 80 Prostituierte mit günstigen Preisen - auf dem Zimmer kommt es dann nicht selten zu kurzfristigen Preiserhöhungen. So soll es auch im Fall der sächsischen Elite-Polizisten gewesen sein.

+++ Saufgelage im Hotel - Polizisten drohen Konsequenzen +++

Laut Hamburger Polizeibericht kam es zwischen Prostituierten und SEK-Beamten zum Streit: Zwei Sicherheitsmitarbeiter des Bordells rückten an. Es entwickelte sich eine wüste Schlägerei in deren Verlauf auch ein Baseballschläger kreiste. Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, rückten drei Streifenwagen der Davidwache an und trennten die sächsischen Kollegen von den Bordell-Wirtschaftern.

Bilanz: Ein verletzter Elite-Polizist sowie ein verletzter Laufhaus-Mitarbeiter. Alle Beteiligten erstatteten Anzeigen wegen Körperverletzung. Das Landeskriminalamt Sachsen prüft nun disziplinarische Maßnahmen gegen die SEK-Beamten.