Schulen fehlt ein systematisches Qualitätsmanagement

Hamburg. Dietrich Wersich (CDU) hat einen positiven Trend in Hamburgs Klassenzimmern festgestellt. Die Unterrichtsqualität habe sich verbessert, sagt der Schul- und Sozialsenator zum Jahresbericht 2009/2010 der Hamburger Schulinspektion. "Gleichzeitig gibt es noch viel zu tun, um die Qualitätsentwicklung jeder einzelnen Schule zu verbessern."

Die Hamburger Schulinspektion hat seit ihrem Start vor vier Jahren 223 staatliche Schulen aller Formen inspiziert, für den aktuellen Bericht besuchte sie 82. Das Fazit der Inspektoren: Die Pädagogen berücksichtigen heute stärker die individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler. Der Unterricht sei dort gut, wo es Qualitätsmanagement und Evaluation gebe. Die allgemeinbildenden Schulen hätten diesbezüglich Nachholbedarf. Im Gegensatz zu den beruflichen Schulen fehlte dort ein systematisches Qualitätsmanagement. Die Schulinspektion empfiehlt dem Landesinstitut für Lehrerbildung, Leitungskräfte deutlicher für die Steuerung der Qualitätsentwicklung zu qualifizieren. Die Schulbehörde nimmt diese Anregungen auf. "Nicht immer neue Impulse, sondern ein klarer, stabiler Rahmen ist für die Entwicklung der Schulen gefragt", sagt Senator Wersich. Ein Gesamtkonzept zur Einführung von Qualitätsmanagement an allgemeinbildenden Schulen soll zum neuen Schuljahr vorliegen.

www.schulinspektion.hamburg.de/jahresbericht

( (ced) )

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