GAL kritisiert das Festhalten Wersichs an Diktaten

Hamburg. Die GAL-Bürgerschaftsfraktion kritisiert die Entscheidung von Schulsenator Dietrich Wersich (CDU), er wolle "ideologischen Ballast abwerfen" und Diktate in Grundschulen wieder einführen, als Schritt in die falsche Richtung. Michael Gwosdz, der schulpolitische Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion, sagte dazu: "Senator Wersich irrt sich und ist offensichtlich schlecht beraten, wenn er die Diktate an den Hamburger Grundschulen zur Leistungsbewertung wieder einführen will.

Wenn der Senator sich auf diese Weise von ideologischem Ballast trennen will, so trifft er damit auch die CDU-Schulpolitik." So seien bereits in den Hamburger Bildungsplänen von 2004 Diktate nicht mehr zur Leistungsmessung vorgesehen.

"Wenn er seine Kompetenz in Bildungsfragen aus seiner medizinischen Ausbildung ableitet, sollte Senator Wersich klar sein, in welchem Umfang äußere Faktoren wie das Hörverständnis das Ergebnis von Diktaten beeinflussen und wie unzuverlässig Rückschlüsse auf die Rechtschreibung sind", so GAL-Politiker Michael Gwosdz.

In der Grundschule sind Diktate bisher lediglich als Übungsmethode vorgesehen, nicht aber zur Leistungsbemessung in den Zeugnissen.