Shahram Pourkazemi ist ein Glücksfall für die Kunden

Das Abendblatt zeichnet den Händler des Monats aus

Winterhude. Im Ladengeschäft von Shahram Pourkazemi an der Dorotheenstraße herrscht an diesem Vormittag reger Betrieb. Ein Schüler kauft einen Schokoriegel, eine Angestellte aus der Nachbarschaft ein Croissant und eine Fernsehzeitschrift. Eine ältere Dame spielt Lotto.

Und dann steht auch schon Ingeborg Onken in der Tür. Der 57 Jahre alte Kaufmann reicht der Kundin "ihr" Hamburger Abendblatt über den Tresen. Er hat ihre Lieblingslektüre zurückgelegt, wie immer. Die beiden kennen sich, seitdem Shahram Pourkazemi das Geschäft im September 2003 übernommen hat. Die Rentnerin gerät ins Schwärmen: "Herr Pourkazemi ist ein Glücksfall für uns. Er nimmt sich Zeit für einen Plausch und ist ausgesprochen hilfsbereit", sagt Ingeborg Onken. Für die Winterhuderin steht fest: "Wenn einer die Auszeichnung als Händler des Monats verdient hat, dann Herr Pourkazemi."

Deshalb hatte sich Ingeborg Onken sofort gemeldet, als das Abendblatt Anfang November die Aktion gestartet und die Leser zum Mitmachen aufgerufen hatte. Auch die Jury ließ sich überzeugen, und so wurde Shahram Pourkazemi nun als erster "Händler des Monats" von Abendblatt-Vertriebsleiter Marek Pergande geehrt. Der brachte eine Urkunde und einen Blumenstrauß mit. Natürlich durfte auch eine Plakette für die Eingangstür nicht fehlen. Dann wissen die Kunden gleich, dass sie es hier mit einem "ausgezeichneten Händler" zu tun haben: "Es ist mir eine Freude unsere und alle anderen Zeitungen so gut platziert zu sehen und Herrn Pourkazemi beim Kundenkontakt zuzuschauen", sagte Pergande.

Außerdem erhält der Preisträger einen Gutschein über 500 Euro, die er dann nach Wunsch in seine Ladeneinrichtung investieren wird: "Ich möchte meinen Tresen umbauen lassen, da kommt mir das Geld gerade recht", sagte Pourkazemi. Er freute sich sichtlich, aber blieb trotzdem bescheiden: "Ich sehe mich als Dienstleister. Mein Kapital sind zufriedene Kunden, für die ich immer ein offenes Ohr habe. Aber das ist doch selbstverständlich", sagte Pourkazemi.