Auf Sonne folgt Eisregen

Nach Winterwonne mit Schnee droht jetzt "Knochenbrech -Wetter" mit Matsch und Glätte

Hamburg. "Nicht nur der Sommer, sondern auch - Der Winter hat sein Schönes", dichtete einst Ludwig Eichrodt. Und weiter: "Wiewohl man friert bei seinem Hauch, - So ist doch dies und jenes - Im Winter wirklich angenehm, - Besonders dass man sich bequem - Kann vor dem Frost bewahren, - Und auch im Schlitten fahren."

Gerade Letzteres, das war im eingeschneiten Hamburg zumindest am vergangenen Sonnabend ein sehr beliebter Zeitvertreib. Kein Wunder - zeigte sich die kalte Jahreszeit zum Wochenendbeginn doch von ihrer heimeligen Seite, der mit strahlender Sonne von oben und glänzender Puderpracht von unten.

Seit dem gestrigen Sonntag allerdings, da hadert die Hansestadt nun mit dem, was Meteorologe Frank Böttcher vom Hamburger Institut für Wetter- und Klimakommunikation das "Knochenbrech-Winter" nennt: "Diese Woche über", sagt Böttcher, "wird's tags tauen und nachts frieren - und deshalb spiegelglatt werden." Aus diesem Grund ist der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg seither wieder im Großeinsatz; allein gestern waren rund 800 Streu- und Schippkräfte unterwegs.

An dieser Stelle braucht's dann kein Gedicht mehr, sondern bloß folgende Feststellung des amerikanischen Literaturnobelpreisträgers Sinclair Lewis: "Der Winter ist keine Jahreszeit, sondern eine Aufgabe."