Wirtschaftsfaktor Musical

Im vergangenen Jahr kamen mehr als zwei Millionen Besucher in die Vorstellungen

Hamburg. Die Musicals in der Hansestadt sind ein Touristenmagnet und damit ein Gewinn für den Wirtschaftsstandort Hamburg. Erfolgsproduktionen wie Disneys "Der König der Löwen", "Tarzan" oder "Die heiße Ecke" und diverse andere Musicals hatten im vergangenen Jahr mehr als zwei Millionen Besucher.

Den Titel als Deutschlands Musicalhauptstadt kann Hamburg keine andere Metropole streitig machen: "Musicals sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Hamburg, weil viele Touristen extra für diese anreisen. Eine von uns in Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass viele Musicalbesucher am nächsten Tag auch noch die Museen oder Theater besuchen", sagt Kultursenator Reinhard Stuth (CDU). Daher belebten die Musicals nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Institutionen der klassischen Kultur, so der Senator weiter. Für Hamburg Marketingchef Thorsten Kausch passen die Musicals "perfekt zu den international bekannten Stärken Hamburgs. Unser Image als deutsche Musicalhauptstadt ist eine gute Werbung für eine lebendige Elbmetropole."

Auch Hamburg-Tourismus-Sprecher Sascha Albertsen sagt: "Die Musicals sind einer der wichtigsten Gründe für Reisen nach Hamburg und bringen uns rund 600 000 Übernachtungen pro Jahr ein." Dass Gastronomie und Hotellerie von den Musicalbesuchern in "erheblichem Umfang profitieren", bestätigt auch Ulrike von Albedyll, Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Hamburg.

Deshalb gibt es auch viele Befürworter für die Pläne der Stage Entertainment, neben dem "Theater im Hafen" auf Steinwerder ein viertes eigenes Musicaltheater zu errichten. Die Baugenehmigung wird für das erste Quartal 2011 erwartet.

Außerdem plant Maik Klokow, ehemaliger Deutschland-Chef von Stage Entertainment und heute Geschäftsführer von Mehr! Entertainment mit Sitz in Düsseldorf, nach wie vor den Neubau eines Musicaltheaters in Hamburg: "Wenn wir den passenden Standort gefunden haben, dann legen wir sofort los", sagt Klokow.