Die KOST soll für reibungslosen Straßenverkehr sorgen

Hamburg. Die Baustellen auf den Hauptverkehrsstraßen in Hamburg, im vergangenen Jahr waren es rund 2800, koordiniert die KOST. Diese Abkürzung steht für Koordinationsstelle für Baumaßnahmen auf Hauptverkehrsstraßen. Diese Abteilung ist in der Stadtentwicklungsbehörde angesiedelt und soll für einen reibungslosen Verkehrsfluss sorgen. Der Fokus der KOST liegt auf allen Straßen, die für den Wirtschaftsverkehr wichtig sind - also Autobahnen und Hauptstraßen.

Für alle anderen Strecken ist das jeweilige Bezirksamt zuständig. Straßen auf dem Hafengelände werden von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit betreut. In jedem Fall wird immer eng mit der Polizei zusammengearbeitet.

Mithilfe eines Computerprogramms stimmen die zurzeit drei Mitarbeiter der KOST die anstehenden Bauarbeiten aufeinander ab. Hierfür geben sie Informationen wie Ort, Beginn und geplante Dauer der Straßenarbeiten in eine Datenbank ein und aktualisieren diese wenn nötig. Anschließend wird überprüft, wie die einzelnen Maßnahmen am schnellsten und mit möglichst wenig Behinderungen für den Verkehr durchgeführt werden können. Dazu gehört auch die Planung einer unkomplizierten und kurzen Umleitung.

Dabei geht es darum, unnötige Straßensperrungen zu vermeiden. In manchen Fällen etwa ist es besser, wenn eine Baustelle in mehrere kleine aufgeteilt wird und so nur Teilstecken nicht befahrbar sind. Wenn wiederum eine Straße eh schon wegen einer Erneuerung gesperrt werden muss, können dort auch gleich noch andere Arbeiten durchgeführt werden, die ursprünglich erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant waren.

Das Computerprogramm vergleicht zwar die Daten im Hinblick auf Zeit und Ort, die Entscheidung aber, wie konkret vorgegangen wird, liegt dann bei den Mitarbeitern der KOST.

Bei der Suche nach einer geeigneten Lösung sollen diese neben einem reibungslosen Verkehrsfluss auch darauf achten, dass die Baumaßnahmen keine Großveranstaltungen wie den Hamburg-Marathon oder die Cyclassics behindern. Häufig fragen sich Autofahrer, warum nicht Tag und Nacht auf den Baustellen gearbeitet wird. Das begründet die KOST damit, dass häufig nicht die Nachtruhe der Anwohner gestört werden solle.