Der Leserbotschafter

Zu wenig Platz auf Hundewiese, Bezirksamt verspricht jetzt Hilfe

Haben Sie Sorgen, Probleme im Alltag? Ralf Nehmzow ist Leserbotschafter des Hamburger Abendblatts, er vermittelt, hilft, engagiert sich für die Interessen der Leser. An den ersten Donnerstagen im Monat lässt er in seiner Kolumne Leser mit jeweils drei Fällen zu Wort kommen, konfrontiert damit die betroffenen Behörden, Institutionen und Unternehmen. Nicht alle Ärger-Fälle lassen sich lösen, manchmal gibt es nur Erklärungen. Am jeweils letzten Donnerstag dokumentiert er den "Fall des Monats" mit Ergebnis.

Fall 1: Mehr Platz für Hunde!

Pensionär Frank Wischer, 68, geht regelmäßig mit seiner Hündin auf die Hundewiese zwischen Holstenhofweg und der Elsa-Brandström-Straße in Jenfeld, Bezirk Wandsbek. Er und andere Hundefreunde sind sauer. Grund: Auf einem Teil des Geländes befindet sich immer noch eine Kompostierstelle des Baubetriebshofs, der sich um die Hege und Pflege der Grünanlagen kümmert. Bürger, die auf der Kompostierstelle ihre Grün- und andere Abfälle ablagern, fahren aber oft genau über die Hundewiese dorthin. "Es ist dort ein hoher Unkrautwall entstanden. Von der Straße Holstenhofweg aus ist das Gelände weiterhin mit Autos befahrbar. Die Hundeauslauffläche wird immer noch als Ablagefläche für Grünschnitt benutzt."

Anne Bauer, Sprecherin des Bezirksamts Wandsbek: "Das Bezirksamt beabsichtigt im Laufe des Winters 2010/2011 die Aufgabe der Kompostierstelle, die teilweise Abfuhr des Materials und die Wiederherstellung der gesamten Grünanlage. Der genaue Zeitpunkt der endgültigen Fertigstellung der Fläche ist sowohl von den finanziellen Ressourcen als auch stark von der Witterung abhängig und steht daher noch nicht fest. Grundsätzlich wird danach mehr Auslauffläche für Hunde entstehen. "

Bessere Aussichten für die Hunde, irgendwann!

Fall 2: Rüder Umgangston

Kaufmann Michael Schaar, 52, aus Farmsen schreibt: "Ich brachte fünf Laubsäcke zu unserem Recyclinghof Rahlau. Es war wenig Kundschaft da, und so hatten die ca. fünf anwesenden Stadtreiniger viel Zeit, sich zu unterhalten. Ich hatte erwartet, dass ich die Säcke dort irgendwo hinstellen könnte. Aber nein: Es wurde auf einen Container mit Grünabfall gezeigt und gesagt: Ausleeren! So musste ich dann die Säcke zum Container schleppen, auf die Leiter steigen und das Laub mühselig in den Container kippen. Es half keiner, stattdessen schrie man einen anderen Kunden an. Ich fand es unangemessen."

Reinhard Fiedler, Sprecher der Stadtreinigung, sagt zum Fall: "Ein rüder und offensichtlich unhöflicher Ton auf dem Recyclinghof geht gar nicht, wenn es denn so gewesen ist, können wir uns nur entschuldigen. Auf den Recyclinghöfen beschäftigen wir Mitarbeiter der Müllabfuhr, die durch die jahrelange schwere körperliche Tätigkeit gesundheitliche Schäden davongetragen haben, die das Tragen und Heben von schweren Lasten dauerhaft nicht mehr zulassen. Deshalb können sie nur ausnahmsweise behilflich sein."

Kommunikation war hier offenbar misslungen, Höflichkeit Fehlanzeige.

Fall 3: Ärger mit Kündigung

Anna D. schreibt: "Ich habe im Vodafone-Shop einen Vertrag abgeschlossen. Ich habe eine Telefon/Internet-Box gekauft, die funktionierte. Ein Vodafone-Techniker schaffte es nicht, die Software zu aktivieren. Für mich war der Vertrag nicht erfüllt. Ich kündigte, es wurde weiter abgebucht. Jetzt habe ich einen neuen Vertrag bei Telekom."

Kuzey Esener von Vodafone sagt: "Es hat wohl einen Defekt in der Hardware gegeben. Die Kundin hatte zweimal außerordentlich gekündigt. Dies wurde aber abgelehnt, da kein Grund bestand. Wir haben jetzt einer außerordentlichen Kündigung zugesagt, wenn sie den neuen Anschluss nachweist."

Fall gelöst, Kundin glücklich.

So erreichen Sie den Leserbotschafter: Schicken Sie bitte Ihre Alltagsärger-Fälle, kurz skizziert, mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail an: Leserbotschafter@Abendblatt.de oder an: Leserbotschafter Ralf Nehmzow, Chefredaktion Hamburger Abendblatt, Axel-Springer-Platz 1, 20350 Hamburg.