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Müllverbrennung auf hoher See

Die Schadstoffe in Schiffsabgasen sind enorm: Laut Umweltverband Nabu stoßen allein die 15 größten Schiffe der Welt (insgesamt 90 000 Schiffe) etwa 78 000 Tonnen Schwefeloxid jährlich aus. Die weltweit registrierten 760 Millionen Autos liegen bei einem Ausstoß von jährlich 76 760 Tonnen. Schwefeloxid verwandelt sich in der Luft zu giftiger Schwefelsäure, die für sauren Regen verantwortlich gemacht wird und auch menschliche Lungen angreift.

Der Treibstoff , den Schiffe auf hoher See verfeuern, hat einen Schwefelanteil von knapp drei Prozent. In der Regel ist das eine zähflüssige Masse, die als Rest in Raffinerien anfällt. Kritiker sprechen daher von Müllverbrennung auf See. Auf Nord- und Ostssee und in EU-Häfen gelten strengere Grenzwerte.

Die Rußpartikel aus Schiffsabgasen gelten als klimaschädlich und krebserregend. Etwa 20 Prozent dieser Partikel in der Hamburger Luft stammen von der Schifffahrt. Ein Luxusliner produziert täglich so viel Ruß und Schwefelpartikel wie 12 000 Pkw.