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Ein Indianerstamm ist der größte Teilhaber

Wer ein Hard Rock Cafe betritt, kommt in eine Art kommerzielles Museum, das bis in die letzte Ecke vollgestopft ist mit Exponaten aus der Musikgeschichte. Angeblich sind es weltweit 72 000 Unikate; allein von Michael Jackson können 360 Kleidungsstücke und Bühnenaccessoires bestaunt werden. Alles ist werbewirksam gesteuert: So wird bei der Eröffnung eines neuen Cafes traditionell eine Gitarre zertrümmert. Genauso werbewirksam wird danach sofort ein Instrument an eine soziale Einrichtung gespendet. Das erste Hard Rock Cafe entstand 1971 am Old Park Lane in London in den Räumen einer ehemaligen Rolls-Royce-Vertretung.

Eric Clapton zählte zu den ersten Gästen: Er hängte der Legende nach seine Gitarre an die Wand, um sich seinen Stammplatz zu sichern. 1982 eröffneten die Erfinder Isaac Tigrett und Peter Morton weitweit weitere Cafes. Die Kette wechselte dann mehrfach den Besitzer. Heute gehört ein Großteil der Gruppe dem amerikanischen Seminole-Indianerstamm. Neben Hard Rock Cafes gehören auch Hotels, Bars und Kasinos zu der Kette. Dem Lokal widmete Carole King 1977 das Lied "Hardrock Cafe".