Senat stellt Studie zur "Kulturinsel Bramfeld" vor

Der Hamburger Senat hat die finanziellen Zuwendungen für die Stadtteilkultur im aktuellen Haushalt um 900 000 Euro pro Jahr erhöht. Zudem hat er eine Evaluierung der geförderten 25 Stadtteilkulturzentren und 13 Geschichtswerkstätten und eine Machbarkeitsstudie für das Projekt "Kulturinsel Bramfeld" in Wandsbek vorgestellt. Bei Letzterem soll ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble, zu dem der Bramfelder Kulturladen (Brakula) nebst Vorplatz und das derzeit von einem Autohändler gemietete Försterhaus zählt, für kulturelle Zwecke genutzt werden.

"In der Studie stellen die Gutachter unterschiedliche Szenarien vor, wie die Kulturinsel auf Grundlage von Erstinvestitionen im laufenden Betrieb allein aus Mietzahlungen geführt werden könnte", sagte Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos). Im weiteren Planungsprozess sollten die Ergebnisse in Abstimmung mit dem Bezirk Wandsbek berücksichtigt werden. Jetzt sei zunächst der Bezirk am Zug.

Bei den Wandsbeker Bezirkspolitikern gehen die Meinungen zur Kulturinsel allerdings weit auseinander. Die einen sagen, die Machbarkeitsstudie zeige, dass das Projekt finanzierbar sei. Die anderen sagen, bei den Kalkulationen handele es sich um eine Milchmädchenrechnung. "Es gibt kein gesichertes Finanzierungskonzept", sagt Philip Buse, Faktionschef der CDU.