Bildungspreis von Haspa und Abendblatt sucht Lern-Ideen

100 000 Euro für innovative Kita- und Schulprojekte

Der Countdown läuft: Schulen und Kitas in der Hansestadt haben noch sechs Tage Zeit, sich um den ersten Hamburger Bildungspreis zu bewerben. Die Haspa und das Abendblatt suchen außergewöhnliche und innovative Bildungsprojekte in der Metropole. Gefragt sind Lernkonzepte mit Langzeitwirkung, Projektideen, die mehr leisten als die bloße Vermittlung von Wissen.

Die bisher vorliegenden Bewerbungen sprudeln über vor solchen Ideen für den Schul- und Kita-Alltag. Sie reichen von außergewöhnlichen Musikangeboten für sozial benachteiligte Kinder über die Förderung von ehrenamtlichen Schüler-Engagements bis hin zu einem Gastronomieprojekt.

Die Bewerbung kann sich richtig lohnen: Der mit insgesamt 100 000 Euro dotierte erste Hamburger Bildungspreis soll in zehn Einzelpreisen in Höhe von jeweils 10 000 Euro vergeben werden. In Zeiten, in denen Bildung mehr und mehr zu einer Frage des Geldes wird, können 10 000 Euro eine Menge Wünsche erfüllen: Welche Schule träumt nicht von einem Satz Notebooks für die Projektarbeit, vom mit aktueller Lernsoftware ausgestatteten Medienraum oder einer mit feinstem Werkzeug versehenen Schulwerkstatt.

Eine Jury wird nach Ende der Bewerbungsfrist ab dem 20. Juni die Einsendungen sichten, eine Vorauswahl treffen, diese Projekte besuchen und im Herbst die zehn Gewinner auswählen.

Dass an einer Auszeichnung wie dem Bildungspreis viel mehr hängt als eine Geldsumme, hat im vergangenen Jahr Gerlinde Hartmann erfahren. Die Lehrerin an der Staatlichen Handelsschule H12 war im Dezember von ihren Schülern im Wettbewerb der Haspa Stiftung Hamburg, des Vereins Seiteneinsteiger und des Abendblatts von ihren Schülern als beste Deutschlehrerin des Jahres vorgeschlagen und schließlich auch gekürt worden. Sie erfuhr eine öffentliche Anerkennung ihres überdurchschnittlichen Engagements in ihrem Beruf. Gerlinde Hartmann musste nicht lange überlegen, was sie mit dem Preisgeld in Höhe von 2000 Euro anfangen sollte: Sie organisiert einen stadtweiten Hamburger Poetry-Slam.

"Ein Bildungspreis ist toll. Er motiviert Menschen, die innovativ arbeiten und auf der Suche nach Verbündeten sind. Ein Bildungspreis macht innovative Lernkonzepte bekannt und macht Menschen darauf neugierig", formuliert es Professorin Ute Stoltenberg, Leiterin des Instituts für integrative Studien der Leuphana-Universität Lüneburg und Expertin für das Konzept "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung". Auch diese Intention steht hinter dem Bildungspreis: Die ausgezeichneten Projekte sollen nachwirken und Schüler, Lehrer, Kinder und Erzieher zum Nachahmen animieren.

Um den ersten Hamburger Bildungspreis können sich Kitas und Schulen über ihren gemeinnützigen Träger oder einen als gemeinnützig anerkannten Förderverein bewerben. Das ist notwendig, weil nur diese das Preisgeld entgegennehmen dürfen. Es ist an Investitionen gebunden, die Kindern und Jugendlichen zugutekommen.

Sie finden das Bewerbungsformular unter www.abendblatt.de/bildungspreis-bewerbung . Es kann online ausgefüllt und per Mail an bildungspreis@abendblatt.de geschickt oder ausgedruckt in jeder Haspa-Filiale abgegeben werden. Die Bewerbung muss eine Konzeptbeschreibung enthalten sowie einen Vorschlag für die Verwendung des Preisgeldes. Bewerbungsschluss: 20. Juni.