Studenten setzen beim Bildungsstreik auf Ironie

Mit ihrem Motto "Bildungsadel stoppen - Elite für alle" wollten sie provozieren und Aufmerksamkeit gewinnen: Rund 40 Studenten der Universität Hamburg veranstalteten gestern auf dem Rathausmarkt eine Kundgebung zum Volksentscheid zur Schulreform am 18. Juli. "Wir haben uns extra für eine satirische Aktion entschieden, an der sich die Leute reiben können", sagte die angehende Politikwissenschaftlerin Annika Casarzik. Über Ironie zum Nachdenken anregen - das sei das Ziel der protestierenden Studenten gewesen. "Wir wollten deutlich machen, dass in der Hochschul-, aber auch der Schulpolitik einiges falsch läuft", sagte die 22-Jährige. "Wir sind für eine Schule für alle und gegen eine soziale Selektion." Zeitgleich besetzten Studenten im Rahmen der bundesweiten Bildungsstreikwoche die Hochschule für Wirtschaft und Politik.