Stadtentwicklung

Neues Open-Air-Gelände auf der Trabrennbahn

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Schon dieses Jahr geht am "Luruper Bogen" am Westende der Trabrennbahn der "Hamburger Kultursommer" an den Start.

Hamburg. Robbie Williams, AC/DC, Bon Jovi, Peter Fox: Sie und viele weitere Megastars traten in der Vergangenheit auf der Bahrenfelder Trabrennbahn auf. Das Konzert von Peter Fox im vergangenen September allerdings war mit seinen 35 000 Zuschauern das letzte Pop-Event dieser Größenordnung auf der Pferderennstrecke im Hamburger Westen. Nach der Sanierung des Geläufs und der Tribünen durch den neuen Betreiber Winrace sollen nur noch Traber und Galopper über die Bahn rasen.

Aber: Zusammen mit Winrace wird der Hamburger Konzertveranstalter FKP Scorpio, der am Donnerstag mit einem Live Entertainment Award ausgezeichnet wurde (siehe links), am Rande der Trabrennbahn schon in diesem Sommer ein neues Open-Air-Gelände für Konzert- und Kulturtermine in Betrieb nehmen. Im sogenannten "Luruper Bogen" - direkt am Westende des Geläufs - entsteht auf 20 000 Quadratmetern eine flexible Veranstaltungsfläche für 5000 bis 15 000 Besucher inklusive neuer Transportwege und Gastronomiebereiche.

"In Hamburg fehlte ein Open-Air-Gelände für Künstler, die schon zu groß für die Stadtparkbühne geworden sind, aber die HSH-Nordbank-Arena noch nicht ausverkaufen. Diese Lücke wollen wir schließen", sagte Scorpio-Geschäftsführer Folkert Koopmans am Freitag bei der Vorstellung des Projekts unter dem Titel "Hamburger Kultursommer". Die ersten Termine sind schon in den Vorverkauf gegangen: Am 24. August spielen dort die US-Rocker Blink-182, die bereits 10 000 Tickets für ihren Auftritt auf der Trabrennbahn absetzen konnten. Am 27. August folgen die Düsterrocker Unheilig, die am vergangenen Wochenende bereits drei Abende das Docks ausverkauften. Am 28. August kommt das "Classic Rock Festival" mit Jethro Tull und Ten Years After, am 30. August Soul-Pop-Barde Xavier Naidoo. Zwei weitere Konzerte sind in Vorbereitung.

"Das ist sozusagen der Testlauf, im kommenden Jahr beginnen wir im Frühsommer und erweitern das Programm auch mit Kleinkunst, Comedy und Varieté, Shows und Familienevents", so Koopmans. Hamburgs Open-Air-Fans dürfen sich also auf viel Freiluft-Unterhaltung freuen, wenn auch zeitlich begrenzt: Der Nutzungsvertrag zwischen FKP Scorpio und Winrace läuft zunächst nur bis 2012.

Wie es anschließend mit Open-Air-Konzerten dieser Größe in Hamburg weitergehen könnte, ist noch ungewiss. Der Elbpark auf der Halbinsel Entenwerder (Rothenburgsort), wo Peter Fox eigentlich letztes Jahr auftreten sollte, hat zu wenige Parkplätze und weitere infrastrukturelle Nachteile. Fox wich auf die Bahrenfelder Trabrennbahn aus und sang: "Wenn's dir nicht gefällt: mach neu". Als hätte er das Projekt "Hamburger Kultursommer" schon kommen sehen.