Demonstration in Hamburg

"Nazis haben in Moorburg nichts zu suchen"

Foto: Michael Arning

Im Vereinslokal Schützenhof finden Neonazi-Konzerte statt. Das wollen die Bürger von Moorburg nicht hinnehmen - und gingen auf die Straße.

Hamburg. 250 Moorburger waren am Karfreitag gekommen zur großen Moorkathen-Demo, um ihren Protest gegen die Neonazi-Konzerte in dem bekannten Vereinslokal zum Ausdruck zu bringen – eine Beteiligung, die Organisator Manfred Brandt stolz machte. „Nazis haben in Moorburg nichts zu suchen“, rief er den Demonstranten zu, die, flankiert von Polizeibeamten, von der Kirche am Nehusweg zur Moorkathen gezogen waren. Mit Bannern und Liedern bezogen die Moorburger Stellung gegen die Konzert-Veranstaltungen, die zuletzt zwei Mal in dem Lokal stattgefunden hatten. Die auftretenden Bands sind zwar vom Verfassungsschutz nicht verboten worden, ihre Anhänger finden sie aber besonders in Neonazi-Kreisen. „Nazis wollen wir in Moorburg nicht“, war von den engagierten Bürgern immer wieder zu hören, und: „Wehret den Anfängen“.

Der Ortsteil habe versucht, auf den Wirt einzuwirken, „aber er hat diese Chance vertan“, sagte Organisator Brandt. Nun müsse er begreifen, dass er in Moorburg unerwünscht sei. Brandt forderte, grundsätzlich gewaltverherrlichenden Veranstaltungen zu verbieten, „da müssen alle Möglichkeiten des Gesetzes genutzt werden“.

Zu der Demo hatten 13 Moorburger Vereine aufgerufen. Das Gebäude, in dem sich die Moorkathen befindet, gehört der Saga. Die Stadt hat dem Wirt bereits gekündigt. Er wiederum hat nun angekündigt, Open-Air-Konzerte mit einschlägig bekannten Bands zu veranstalten.