Leserbriefe

Leserbriefe

Keine Lobby

"Gutverdiener sollen mehr bezahlen", Hamburger Abendblatt, 26. März

Zu den vorgesehenen Sparplänen der Sozialbehörde: Auch hier werden, wie in allen anderen Bereichen, wo Sparmaßnahmen erfolgen sollen, diejenigen zur Kasse gebeten beziehungsweise darunter zu leiden haben, die sich nicht wehren können, also die Geringverdiener, und vor allem die Kinder. Im Gegenzug werden Großprojekte geplant, die sich der Mittelstand mit Kindern kaum leisten kann, dafür werden Straßen umfunktioniert für viel Geld, damit die GAL sich ein Denkmal setzen kann. Kinder, die unser aller Zukunft sind, haben keine Lobby in der Politik, die Alten in unserer Stadt schon gar nicht. Ethik, Mitgefühl, Solidarität, alles ist in der heutigen Zeit und in der Politik und auch in anderen Bereichen nicht mehr vorhanden. Kinder sollten von Geburt begleitet und unterstützt werden, Kitas und Horte inklusive Essen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, Schulbegleitung und vieles mehr, damit alle Kinder eine gleiche Chance erhalten. Und zu finanzieren ist es, wenn alle über die Steuern ihren Beitrag entsprechend ihres Einkommens leisten.

Petera Schneider, per E-Mail

Kleinkariert ist passé

"Der Hamburger Hafen verkümmert", Hamburger Abendblatt, 23. März

Ein leidiges Thema, bei dem ich mir von der Politik Mut zur Realität wünsche. Der Hafen Hamburg wird mittelfristig nur Zubringerfunktion für die Containerschifffahrt haben. Die Tendenz zum Großschiff hält an, und kein Reeder wird unter dem Zeit- und dem Kostenaspekt seine Schiffe die Elbe hinauf- und hinunterfahren lassen. Der gemeinsame deutsche Tiefwasserhafen ist eine Notwendigkeit, denn der Konkurrent heißt bekanntermaßen Rotterdam. Die finanziellen Mittel für die Elbvertiefung sollten in einer zukunftsweisenden und sinnvollen Investition in den Tiefseehafen münden. Kleinkariertes Denken ist in der Seeschifffahrt längst passé.

Axel Rathmann, per E-Mail

Unverständlich

"Tausende Verkehrszeichen ungültig", Hamburger Abendblatt, 27./28. März"

Solange sich alte und neue Verkehrszeichen nur sehr geringfügig im Design unterscheiden, ist es unverständlich, wieso alte Verkehrsschilder schon ab sofort nicht mehr verbindlich sein sollen. Warum sollte man sie umgehend ersetzen (müssen), solange sie noch gut lesbar sind und ihre sofortige flächendeckende Ersetzung der Kommune doch erhebliche Kosten verursacht?

Klaus Lutterbüse, per E-Mail

Sechster Sinn

Zwischenruf "Mädchen und Pferde", Hamburger Abendblatt, 26. März

Machen Sie sich keine Sorgen, dass Ihre Tochter nur Pferde im Kopf hat. Nach Auskunft meiner Eltern war ich mit fünf Jahren genauso. Inzwischen bin ich 52, und Pferde haben mich mit kurzen Pausen mein ganzes Leben lang begleitet. Mir hat der Umgang mit diesen herrlichen Tieren sehr viel gegeben, einen sechsten Sinn für nonverbale Kommunikation, seelisches Gleichgewicht, körperliches Wohlbefinden und Kontakte zu Pferdenarren in aller Welt. Also, sehen Sie es positiv, Ihr Kind begeistert sich schon für die richtigen Tiere und kann für sich viel dazugewinnen.

Ute Nixdorf, per E-Mail

Schade

"Nebendarsteller auf der Flucht", Hamburger Abendblatt, 27./28. März

Wie gut, dass es unterschiedliche Ansichten gibt. Wir empfanden den Schauspieler Ingo Naujoks in seiner Rolle neben Frau Furtwängler als sehr angenehm. Da war in seiner Rolle spitzfindiger Humor, man konnte schmunzeln - auch bei ernsten "Tatorten" - und verstand und litt mit ihm. Es ist sehr schade, dass Herr Naujoks aus dem "Tatort" mit Furtwängler aussteigt - wir werden ihn bestimmt vermissen.

A. & W. Homann, per E-Mail

Diese Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Weitere Briefe auf www.abendblatt.de

An das Hamburger Abendblatt, Brieffach 2110, 20350 Hamburg, E-Mail: briefe@abendblatt.de