Sicherheit

Gewerkschaft fordert mehr Personal im Kampf gegen Jugendgewalt

Hamburg. Nach Ansicht von Sicherheitsexperten wird das Senatskonzept "Handeln gegen Jugendgewalt" nicht konsequent umgesetzt. Im Falle der beiden Schläger, die vor zwei Wochen einen 19-Jährigen in Bahrenfeld fast zu Tode prügelten, sei zu spät und nicht angemessen gehandelt worden, kritisieren sie. Gegen den mutmaßlichen Haupttäter war bereits im Juli 2009 Anklage wegen einer anderen Gewalttat erhoben worden - einen Gerichtstermin gab es noch nicht. "Es dauert zu lange, bis es zum Prozess kommt", sagt Joachim Lenders, Chef der Polizeigewerkschaft DPolG. Das beste Konzept nütze nichts, wenn nicht genug Personal vorhanden sei. Der SPD-Innenexperte Andreas Dressel fordert eine bessere Zusammenarbeit der Behörden. Justizsenator Till Steffen (GAL) weist die Vorwürfe zurück. Nach seinen Angaben werden Verfahren gegen Jugendliche von den Gerichten im Schnitt nach 3,6 Monaten abgeschlossen.