Kommentar: Jugendkriminalität in Hamburg

Konzept auch umsetzen

Was nützen groß angekündigte Senatskonzepte, wenn sie nicht konsequent ungesetzt werden? Vor zwei Jahren hatte die Stadt - weil die Jugendkriminalität stark gestiegen war - angekündigt, dass künftig die Strafe bei jugendlichen Gewalttätern "auf dem Fuße" folgen soll. Der Fall der erbarmungslosen Bus-Schläger von Bahrenfeld zeigt nun, dass dies auch heute noch nicht geschieht.

Mehr als ein Jahr nachdem einer der Schläger bereits schon einmal auf einen am Boden liegenden Menschen eingetreten hat, wurde ihm noch immer kein Prozess gemacht. Das kann und das darf nicht sein.

Gerade bei Jugendlichen muss die Strafe zeitnah auf die Tat folgen. Nur so kann sie auch einen erzieherischen Effekt haben. Die Stadt muss dringend dafür sorgen, dass ihr eigentlich gutes Konzept gegen Jugendkriminalität auch umgesetzt wird. Appelle allein reichen nicht - die Gerichte müssen entsprechend ausgestattet sein.