Hamburg-Bergstedt

Hundewelpen in Telefonzelle ausgesetzt

Foto: Michael Rauhe

Ein junges Pärchen fand die ängstlichen und unterkühlten Hundebabys in einem Pappkarton und brachte sie in das Tierheim Süderstraße.

Hamburg. Für Moo, Balou, Pauli und Mogli begann 2010 alles andere als gut: Am Mittag des Neujahrstages wurden die gerade einmal fünf Wochen alten Hundewelpen in einer Telefonzelle in Bergstedt ausgesetzt. Ein junges Pärchen fand die ängstlichen und unterkühlten Hundebabys in einem Pappkarton und brachte sie in das Tierheim Süderstraße. Dort kümmert man sich seitdem um die Mischlingswelpen.

Die medizinische Untersuchung ergab: Die Welpen sind gesund. Warum die Tiere ausgesetzt wurden, darüber kann nur spekuliert werden. Fest steht, dass sie mit Milch von ihrer Mutter versorgt wurden, bis jemand sie in der Telefonzelle zurückließ. Nun kümmert sich Susanne David, zertifizierte Hundetrainerin, um den Nachwuchs, der rund um die Uhr Aufsicht braucht. Sie nimmt die Kleinen sogar mit nach Hause. Katharina Woytalewicz, die Leiterin des Tierheims, ist begeistert über so viel Engagement: "Ein Tierheim ist eine Massentierhaltung wider Willen. Auf so flexible und engagierte Mitarbeiter wie Frau David sind wir angewiesen."

Moo, Balou, Pauli und Mogli, allesamt lebhaft und neugierig, erkunden gerade tapsig ihre Umgebung. Für die süßen Hundebabys sieht Susanne David gute Chancen auf ein Leben bei einem neuen Besitzer: "Die Welpen sind gesund, lebhaft und ausgeglichen - eine echte Freude", sagt sie. Abgegeben werden die vier Welpen aber frühestens in fünf Wochen.