Leserbriefe

"Deutliche Worte"

Zuhören

"Eklat beim ,Ehrbaren Kaufmann' - Beust nennt Schlusswort taktlos", Hamburger Abendblatt, 2./3. Januar

Ein jeglicher Vorwurf gegen den Redner ist verkehrt. Im Gegenteil. Redner, die wissen, wovon sie reden, sprechen auch über ihr Wissen. Wenn es in dieser Zeit deutliche Worte sein müssen, sollten die Angesprochenen aufmerksam zuhören. Zumal aus einem anerkannten Kreis die Kritik kommt. Der Versuch der Entschuldigung durch die Altvorderen ist fraglich und auch obsolet. Unsere "Berufspolitiker" leben mehrheitlich nicht mehr mit Volkes Meinung, sondern leben überwiegend den politischen und persönlichen Verbleibenskampf. Erfrischend bleibt, dass die nachfolgende Generation nunmehr eine eigene klare Sprache spricht. Mehr davon wäre wünschenswert.

Gerd Struck, per E-Mail

Fürsprecher

Bisher kannte ich Herrn von Eben-Worlée nicht, aber ich danke ihm sehr für seine klaren und eindeutigen Worte. Er spricht ganz vielen Eltern und anderen Betroffenen aus dem Herzen - übrigens sicher nicht nur, was die Schulpolitik in Hamburg betrifft. Zudem halte ich "für dumm verkaufen" nicht für sehr beleidigend - ich denke, die Politiker fühlen sich eher ertappt. Endlich gibt es einmal Fürsprecher und "Lobbyisten" für die Kleinsten und Schwächsten der Gesellschaft und das "Produkt Bildung", womit der Senat vor gut einem Jahr so bestimmt nicht gerechnet hat.

Christof Marheinecke, per E-Mail

Leitsätze

Leitsatz des Ehrbaren Kaufmanns: Ein Mann, ein Wort. Leitsatz des Bürgermeisters: Ich tue alles, um mit der GAL zusammen weiter regieren zu können. Egal, was ich vor der Wahl gesagt habe, wer glaubt schon an Wahlversprechen? Was hat so ein Politiker bei der Versammlung des Ehrbaren Kaufmanns zu suchen?

Jana Plambeck, per E-Mail

Gegenwind

Endlich weht unserem Bürgermeister der Gegenwind richtig ins Gesicht. Mal sehen, wohin das Fähnlein jetzt weht. Er wurde u. a. gewählt, da er sich für den Erhalt der Gymnasien in der jetzigen Form ausgesprochen hat. Jetzt aus tiefster Inbrunst zu erklären, dass die sechsjährige Primarschule seiner Überzeugung nach das Richtige ist, ist Volksverdummung, dafür ist er nicht gewählt worden. Wir Wähler sind es leid, angelogen zu werden. Ich freue mich sehr, dass Herr von Eben-Worlée den Mut aufbringt, dieses Fehlverhalten des Bürgermeisters so aufzuzeigen. Die Gründer der VEEK wären sehr stolz auf ihn.

Jana Ritscher, per E-Mail

Besorgter Hanseat

Kommentar "Schafft Frieden an der Schulfront", Hamburger Abendblatt, 2./3. Januar

Selten so einen unsinnigen Kommentar gelesen. Ob der Bürgermeister nun verstimmt ist oder nicht und man sich an formalen Kleinigkeiten hochzieht (Senat oder Bürgerschaft als Empfänger der Schelte), trifft den Kern nicht. Vielmehr ist richtig, dass hier wieder ein Versuch unternommen wird, das Votum von 184 500 Unterzeichnern zu verwässern. Für uns Bürger, Wähler, Steuerzahler, Eltern, Großeltern und politisch Interessierte kein Eklat, sondern eine Meinungsäußerung eines besorgten Hanseaten, die auch angekommen ist, sonst würden einige Leute nicht so "empört" reagieren.

Dieter Lensch, per E-Mail

Diese Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Wir müssen uns sinnwahrende Kürzungen vorbehalten.