Leserbriefe

Fehleinschätzung

"BKA will Zugriff auf Internet-Daten", Hamburger Abendblatt, 27. November

Interessanterweise wird immer wieder das sogenannte organisierte Verbrechen bemüht, wenn es darum geht, Bürgerrechte einzuschränken. Das wirklich organisierte Verbrechen der internationalen Finanzwirtschaft, das die Welt gerade ein zweites Mal an den Rand des Abgrundes fahren will, weil es beim ersten Mal so viel Staatsgeld gab, lässt sowohl BKA als auch die organisierte Politik offenbar völlig kalt. So was nennt man Gefahrenfehleinschätzung. Oder ist es gar Vorsatz?

Andreas Kaluzny, per E-Mail

Nur Eltern

"Die Krümmel-Chefin", Hamburger Abendblatt, 25. November

Für die Nutzung von Atomkraftwerken sollten nur Menschen zuständig sein, die Kinder und möglichst auch Enkel haben. Warum wohl?

Heidi Isbarn, Hamburg

Empörend

"Deutscher Ethikrat für Abschaffung von Babyklappen", Abendblatt, 27. November

Ich finde die Empfehlung des deutschen Ethikrats geradezu empörend. Sind demselben 500 Neugeborene in blauer Folie eingewickelt, tot hinter dem Müllcontainer, lieber?

Rita Buchsbaum, per E-Mail

Gutes Beispiel

"Offener Brief an die vermögenden Bürger", Hamburger Abendblatt, 27. November

Viele Vermögende wären ja bereit, angemessenere Beiträge zur Finanzierung des Gemeinwesens zu leisten, wie man immer wieder lesen kann - sie werden nur vom Staat nicht dazu aufgefordert. Die HSH-Nordbank-Manager könnten ja mit gutem Beispiel vorangehen! Wenn Beamte der Stadt mit 1,2 Prozent Sparbeitrag zur Finanzierung beitragen sollen, wäre ein ebensolcher Beitrag dort und anderswo nur gerecht - das würde sich schon lohnen!

Verena Blix, per E-Mail

Unsinn

"Trinkgeld statt Lohn: Handel setzt Null-Euro-Jobber ein", Abendblatt, 27. November

Wie schön, dass der studierte Theologe wenigstens für sich ein Festeinkommen realisieren kann. Theologen verdienen an der Arbeitslosigkeit und erhalten dafür auch noch einen Preis der Körber-Stiftung. Die Bezahlung für geleistete Arbeit von Menschen von der Stimmungslage anderer abhängig zu machen, und so kommen Trinkgelder zusammen, ist pervers. Ich halte diese Idee für empörend und möchte mich, als überzeugte Budni-Kundin, bei der Firma dafür bedanken, dass sie diesen Unsinn nicht mitmacht. Ich würde jedes Geschäft, von dem ich wüsste, dass dort Null-Euro-Jobber eingesetzt werden, boykottieren.

Jutta Kodrzynski, per E-Mail

Diese Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten.

An das Hamburger Abendblatt, Brieffach 2110, 20350 Hamburg, E-Mail: briefe@abendblatt.de