Zwölf Hamburger Gartenporträts in einem Buch

Von Gärten und ihren Menschen

In "So gesehen" stellen Autorin Andrea Weber und Fotograf Andreas Bock in zwölf liebevollen Portraits Hamburger Gärten und grüne Oasen vor.

Hamburg. Für das Hamburger Abendblatt gab es bereits vor zwei Jahren keine zweite Meinung: Bei der großen Sommeraktion "Mein schöner Garten" zeichnete es das Ehepaar Buba aus Lohbrügge für sein atemberaubendes, 1400 Quadratmeter großes Rosenidyll aus. Jetzt hat es der Garten mit dem überwucherten alten Schweinestall nach der Zeitung auch in ein neues Buch geschafft: In "So gesehen" stellen Autorin Andrea Weber und Fotograf Andreas Bock in zwölf liebevollen Portraits Hamburger Gärten und grüne Oasen vor.

Ein Elbhang-Garten findet sich ebenso darunter wie der schwimmende Garten eines Hausboots; ein besonders üppig bepflanzter Balkon genauso wie ein nahrhafter Schrebergarten oder ein bunt blühender Hinterhof. Immer stehen auch die Menschen und ihre besonderen Beziehungen zu ihrem Stückchen Grün im Fokus. Die Autoren machen bei ihren Schilderungen und mit ihren stimmungsvollen Aufnahmen jedoch auch spannende Ausflüge in die Architektur-, Park- und Stadtgeschichte der Hansestadt - und geben nebenbei den Lesern auch noch kleine Gartentipps an die Hand. Ein Buch, das den Menschen und ihren Gärten zwischen Groß Borstel, dem Kleinen Grasbrook und Blankenese gleichsam huldigt, auf lesenswert zurückhaltende Art und Weise. Nicht nur für Gartenfans geeignet.

"So gesehen. Geschichte und Geschichten aus Hamburger Gärten und grünen Oasen" von Andrea Weber und Andreas Bock (112 Seiten, 140 Farbabbildungen, mit einer Einführung des Sozial- und Kulturhistorikers Norbert Fischer) ist im Dölling und Galitz Verlag erschienen und kostet 22 Euro.