Auf einen Kaffee

Erst mal fofteihn, dann zur Kundin

Geneviève Wood fragt spontan Menschen, was sie bewegt und lädt sie auf einen Kaffee ein. Heute: Beraterin Ulrike Menzel

Das Café Mathilde an der Bogenstraße. Ulrike Menzel hat einen kleinen Moment übrig für einen Plausch. "Ich mache gerade fofteihn", sagt sie. Gleich gegenüber dem Café hat sie einen Termin mit einem Kunden. Die 44-Jährige ist freiberuflich im Personalbereich tätig. "Wie erkläre ich am besten, was ich mache?", sagt sie und lacht. Kurz: Sie berät Firmen rund um Personalfragen. Zu Hause in ihrem kleinen Dorf Handorf bei Lüneburg ist sie Kirchenvorsteherin und vertritt die Pastorin, wenn diese Urlaub hat. Dann gestaltet Frau Menzel Gottesdienste. "Das ist unheimlich kreativ, sich Gedanken zu machen, was die Leute interessieren und wie ich sie für ein Thema begeistern könnte", sagt sie. "Welchen Text ich aussuche, welche passenden Lieder und Gebete."

Am Abend geht es zurück ins Dorf bei Lüneburg. Frau Menzel genießt das Dorfleben. "Es ist ruhiger, weniger hektisch. Und Hamburg ist ja nicht weit."