23. April 2009

Verantwortung

"Fall Lara: Mitarbeiter des Sozialdienstes wütend auf Wersich", Hamburger Abendblatt, 22. April

Es ist klar, dass nun die Verantwortlichkeiten hin und her geschoben werden. Sicher ist hier, wie überall im Gesundheits- und Betreuungswesen, mehr als genug zu bemängeln. Fakt ist dennoch, dass die Betreuerin ja nicht blinden Auges ihrer Arbeit nachgeht. Und um zu sehen und zu erkennen, bedarf es nicht mehr an Personal und/oder mehr Zeit. Der jetzige "Aufschrei" der Einrichtungen hätte durchaus schon eher stattfinden können und müssen, als es noch um das Wohl der kleinen Lara ging. Ich sehe die vorrangige Verantwortlichkeit bei der Mitarbeiterin.

Elfie Wacker, Hamburg

Einheitsgedanke

"Pfarrer Führer: BRD müsste anders heißen", Hamburger Abendblatt, 21. April

Pastor Führer hat recht, wenn er sich gegen die Beibehaltung unseres Ländernamens "Bundesrepublik Deutschland" ausspricht. Bundesrepublik ist die Bezeichnung der Staatsform und ihr Zusatz zum Namen Deutschland war in der Zeit, als es zwei deutsche Staaten gab, ein zweckmäßiges Unterscheidungsmerkmal zur DDR. Viele meiner nach 1945 in der DDR gebliebenen Schulfreunde sagten nach der Wiedervereinigung, wir dachten, wir alle kämen nun in unser Heimatland mit dem früheren Namen "Deutschland" zurück. Leider wird in unserem wiedervereinigten Land oft weiterhin nur von "in der Bundesrepublik ..." gesprochen. Das empfinden wir nicht förderlich für den Einheitsgedanken. Demgegenüber sehe ich allerdings keine Notwendigkeit für eine nun oft verlangte neue Verfassung, da sich das Grundgesetz bestens bewährt hat.

Helmut von Binzer, Hamburg

Rechtsfreier Raum

"Jetzt kommen die Straßen der Rücksichtnahme", Hamburger Abendblatt, 21. April

Welche Vorteile hat eine Gemeinschaftsstraße gegenüber einem verkehrsberuhigten Bereich? Man darf in einer Gemeinschaftsstraße schneller fahren - ist das ein Vorteil? Autofahrer werden diese Straße nach Möglichkeit meiden, die Rambos unter den Radfahrern werden sich austoben, die Fußgänger werden die Verlierer sein. Die Gemeinschaftsstraße wird ein rechtsfreier Raum werden, da keine Kontrollen stattfinden werden, und Radfahrer haben keine Kennzeichen.

Joachim Rühmeier, per E-Mail

Eine Minderheit

"Motorradraser - vier Führerscheine einbehalten", Hamburger Abendblatt, 20. April

Seit 26 Jahren bilde ich Motorradfahrer aus, das Problem der Raser gab es schon immer. Hier helfen nur verstärkte Kontrollen, um dieser Minderheit der Raser Herr zu werden. Beim Aufsetzen des Helmes schalten sie leider ihren Verstand ab. Die Masse der Motorradfahrer fährt vernünftig und ist sich der Gefahr bewusst.

Hansgeorg Schuback, Hamburg

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