Immobilien für fast 10 Millionen Euro

Mopo-Herausgeber machten Immobiliengeschäft mit Burim Osmani

Die Herausgeber der Hamburger Morgenpost, Josef Depenbrock und Hans Barlach, haben nach Abendblatt-Informationen Geschäfte mit dem umstrittenen, albanischen Investor Burim Osmani gemacht.

Es handelt sich um ein Immobiliengeschäft aus dem Jahre 2007. Danach haben die beiden Mopo-Chefs über eine Grundstücksgesellschaft eine Immobilie am Hamburger Hafenrand in der Bernhardt-Nocht-Straße für einen Kaufpreis von annähernd 10 Millionen Euro erworben. Der Besitzerwechsel wurde im Januar 2007 im Grundbuch des Amtsgerichts Hamburg vermerkt.

Barlach bestätigte auch gegenüber dem Hamburger Abendblatt das Geschäft. Er will aber nicht gewusst haben, dass die Grundstücksgesellschaft GGS, von der er die Immobilie erworben habe, Burim Osmani gehöre. Über Osmani und seine Grundstücksgesellschaft GGS hatten alle Hamburger Zeitungen, darunter auch die Hamburger Morgenpost, berichtet. Osmani selber hatte beklagt, dass er das Grundstück weit unter Wert habe verkaufen müssen, weil er zum Zeitpunkt des Deals in Untersuchungshaft saß.

Burim Osmani ist eines der Mitglieder der umstrittenen albanischen Familie gleichen Namens die aus dem Rotlichtmilieu zum millionenschweren Investoren aufgestiegen waren. Am vergangenen Donnerstag vom Hamburger Landgericht zu 5 Jahren und 11 Monaten verurteilt worden.

Depenbrock, der auch Geschäftsführer und Chefredakteur der Berliner Zeitung ist, wollte sich auf Anfrage der Zeitung zu "privaten Geschäften nicht öffentlich äußern". Barlach sah keinen Interessenkonflikt zwischen seinen geschäftlichen und publizistischen Aktivitäten. Er habe nie Einfluss auf die Osmani-Berichterstattung der Redaktion genommen.

( abendblatt.de )

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