Ein Stück China mitten in Hamburg

115 Tonnen Tai-Hu-Steine, 140 000 Dachziegel, chinesisches Kiefernholz, ein Gebäude-Ensemble mit idyllischem Teich: Gestern wurde das chinesische...

115 Tonnen Tai-Hu-Steine, 140 000 Dachziegel, chinesisches Kiefernholz, ein Gebäude-Ensemble mit idyllischem Teich: Gestern wurde das chinesische Teehaus hinter dem Völkerkundemuseum an der Feldbrunnenstraße (Rotherbaum) eröffnet. Das Teehaus, ein Geschenk von Hamburgs Partnerstadt Shanghai, ist ein Nachbau des berühmten Huxing-Ting-Teehauses im Yu-Garten in Shanghai.

"Ich habe das Original in Shanghai gesehen, man könnte gar nicht sagen, was ist Original, was ist Fälschung", sagte Bürgermeister Ole von Beust (CDU) bei der Eröffnung des neuen Teehauses vor geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur und einer hochrangigen Delegation aus Shanghai. "Es ist wirklich ein Stück China bei uns in Hamburg angekommen", sagte von Beust. Es sei ein Aushängeschild, um für die Expo 2010 in Shanghai zu werben, zugleich auch ein Treffpunkt für China-Interessierte in Hamburg und den gegenseitigen Kultur-Austausch. Im Teehaus können Besucher nicht nur Tee trinken, sie können auch chinesische Speisen genießen in einem Bistro und ab Oktober auch in einem Feinschmecker-Restaurant "Lü Bolang" (Grüne Welle) mit Außenterrasse. Zugleich beginnt das Kulturprogramm in dem "Hamburg-Shanghai Kulturzentrum" auf der Anlage. "Ich bin sehr zufrieden", sagt der Projektleiter, Architekt Andreas Schuberth, dem Abendblatt. Ein Jahr lang hatten chinesische und deutsche Fachleute an dem Projekt gearbeitet, in 45 Containern wurden die Bauteile von Shanghai nach Hamburg verschifft, auf dem 3400 Quadratmeter großen Gelände aufgebaut.

"Nun hat man hier die Möglichkeit, China hautnah kennenzulernen", sagte Bauherr Cheng Binghai, Präsident von Shanghai Yuyan Tourist Mart. Zum Teehaus führt eine Zick-Zack-Brücke - der chinesischen Tradition nach sollen so die bösen Geister ferngehalten werden.