Osmani-Prozess: Ungereimtheiten in der Volksbank Lauenburg

Nun haben die Wirtschaftsprüfer im Osmani-Prozess das Wort. Und auch der Prüfer Heino H. (37) erklärte als Zeuge, dass die Volksbank Lauenburg viel zu klein und zu schlecht ausgestattet gewesen sei, um im Auslands-Kreditgeschäft mit Millionen jonglieren zu können.

Heino H. hatte Mitte 2006 im Auftrag des Genossenschaftsverbandes die kleine Bank geprüft und die vielen Ungereimtheiten festgestellt.

Anlass der bankfremden Prüfung war ein Streit des Verbandes mit Ex-Bankchef Carsten Heitmann über dessen üppige Pensionsrückstellung von 2,7 Millionen Euro.

Im Prozess vor dem Hamburger Landgericht sind die albanischen Brüder Bashkim und Burim Osmani mit einem weiteren Beschuldigten wegen Beihilfe zu schwerer Untreue angeklagt. Sie sollen mit "Strohmannkrediten" einen Schaden von 30 Millionen Euro bei der Bank angerichtet haben.

In stundenlangen Erörterungen erklärte Heino H. am achten Verhandlungstag, dass das später erfolgte Verschmelzen der Volksbank mit der Raiffeisenbank anfangs "kein Thema" gewesen sei.

Die Verteidigung von Burim Osmani hegt dagegen den Verdacht, dass hinter dem Bankenskandal von Anfang an der heimliche Plan einer Fusion steckte. Der Prozess wird fortgesetzt.

( reba )

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