Der Grundstein fürs Teehaus ist gelegt

China rückt näher an die Elbe. Bis September 2008 soll hinter dem Museum für Völkerkunde das "Hamburg-Shanghai Europa Tourismus- und Kulturzentrum" entstehen. Das Gebäude - ein Teehaus mit Teich- und Gartenanlagen auf 3400 Quadratmetern - ist ein Geschenk der Stadt Shanghai und wird unter Leitung einer chinesischen Firma mit chinesischen Handwerkern und in China gefertigten Bauteilen errichtet. Die Investitionssumme beträgt circa acht Millionen Euro, die Stadt Hamburg stellt das Grundstück im Wert von 4,3 Millionen Euro 30 Jahre lang mietfrei zur Verfügung. Gestern legten Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und der chinesische Generalkonsul Ma Jinsheng den Grundstein für das Projekt.

"Der Bau des Teehauses ist ein Beweis echter Verbundenheit", so Ma. Von Beust sagte, er freue sich, dass die Hamburger zukünftig ganzjährig chinesiche Kultur erleben könnten, und unterstrich die wirtschaftliche Bedeutung des Zentrums: "Von hier aus wird Shanghai in ganz Europa für die Expo 2010 werben." Er hoffe, dass das Gebäude zur China Time 2008 fertiggestellt werde und dass es ab dann auch eine direkte Flugverbindung Hamburg-Shanghai gebe.

Großes Gesprächsthema am Rande der Veranstaltung war die plötzliche und von chinesischer Seite unbegründete Absage der geplanten Ausstellung im Völkerkundemuseum mit chinesischen Terrakotta-Kriegern (S. 7). Generalkonsul Ma gegenüber dem Abendblatt: "Mir sind die Hintergründe nicht bekannt. Ich werde mich informieren und mich dafür einsetzen, dass die Ausstellung doch noch nach Hamburg kommt."