Kusch startet "Volksinitiative Sterbehilfe" mit Giordano-Text

Ex-Justizsenator und Parteigründer Roger Kusch hat gestern Abend bei einer Veranstaltung den offiziellen Start seiner "Volksinitiative Sterbehilfe" bekannt gegeben und sich dabei - zumindest indirekt - prominenter Unterstützung bedient. Kusch las mit Genehmigung des Autors aus einer bisher unveröffentlichten Erzählung des in Köln lebenden Schriftstellers Ralph Giordano ("Die Liebe ließ mir keine Wahl"). Ein Sprecher Kuschs sagte, die Erzählung werde in einem Buch veröffentlicht, das Kusch Anfang kommenden Jahres zum Thema Sterbehilfe auf den Markt bringen wolle. Eine über diese Veröffentlichung hinausgehende Zusammenarbeit mit Giordano, etwa in Form von aktiver Werbung für die Volksinitiative zur Schaffung eines hamburgischen Sterbehilfegesetzes, sei derzeit aber nicht geplant.

Kusch wolle künftig sein Engagement für Sterbehilfe und die Aktivitäten seiner Partei Heimat Hamburg außerdem stärker trennen. In einer ersten Stufe lautet das Ziel des früheren CDU-Politikers, der mit Heimat Hamburg auch zur Bürgerschaftswahl antreten möchte, dafür 10 000 Stimmen zu sammeln. Verfassungsrechtliche Bedenken des Senats gegen die Initiative seien berücksichtigt worden.

( flk )

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