Und alle wollten den Zaubertrank

Mondfest in der Hamburger Landesvertretung in Berlin

Auf der Mauerstraße in Berlin tanzten die Drachen - fernöstliche Wegweiser zum Jahresfest der Hamburgischen Landesvertretung in der Hauptstadt, das diesmal als chinesisches Mondfest gefeiert wurde. Eine Hommage an die erfolgreichen Verbindungen mit dem Reich der Mitte, die Hamburg mit 230 Unternehmen aus der Volksrepublik zum wichtigen Brückenkopf Chinas in ganz Europa gemacht haben. Der Erste Bürgermeister Ole von Beust, Hamburgs Bevollmächtigter beim Bund, Staatsrat Reinhard Stuth und der Botschafter Chinas, Ma Canrong, begrüßten die etwa 700 deutschen und 200 chinesischen Gäste aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kultur, Gesellschaft und der Diplomatie. Von Beust war begeistert von der großen Resonanz auf das Mondfest: "Ich hoffe, dass wir hier viele interessante Begegnungen erleben. Und wir haben fest vor, das Mondfest auch im kommenden Jahr zu feiern." China war auf allen drei Veranstaltungsetagen präsent: Kulinarisch durch die ausgezeichneten Botschaftsköche, musikalisch durch Musik auf traditionellen Instrumenten, durch Tai-Chi und Peking-Oper, Ballett, junge Musiker des Shanghai Konservatoriums, durch Jongleure und einen Kalligraphen, der die Namen der Gäste in chinesischen Schriftzeichen aufs feine Papier pinselte. Musikalisch wurde Hamburg durch das Gottfried-Böttger-Trio vertreten, Böttger jazzte gemeinsam mit der Chinesin Xu Fengxia los. Aber auch sonst hatte die Hansestadt einiges zu bieten. Der nagelneue Song zur Olympia-Bewerbung für 2012 erlebte hier seine öffentliche Premiere mit dem Hamburger Sänger Jan Sievert Krause. Unter den Gästen: Bürgerschaftspräsidentin Dorothee Stapelfeldt, Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Kultursenatorin Dana Horakova, Justizsenator Roger Kusch, Handelskammerpräsident Karl-Joachim Dreyer, Wolfgang Menge, Bundestagsvizepräsidentin Anke Fuchs, CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer und Hamburgs Olympia-Bewerbungschef Horst Meyer. Sie konnten sich in den mit rot-weißen Blumen und grünem Bambus geschmückten Räumen im friedlichen bilateralen Gedränge mit Köstlichkeiten und Getränken stärken, die von den Sponsoren (u. a. die Hotels Maritim, Dorint, Hafen Hamburg, Holiday Inn, Konditorei Andersen, Bäckerei Oertel, Holsten-Brauerei, Darboven) aufgefahren wurden. Besonders umlagert wurde der Tresen, an dem der geheimnisvolle Unsterblichkeitsdrunk verabreicht wurde.