Von Beusts gutes Gewissen kostet 1400 Euro

Noch nie ist eine Senatsdelegation mit einem so guten umweltpolitischen Gewissen auf Reisen gegangen: Wenn Bürgermeister Ole von Beust (CDU) an diesem Sonnabend mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft zu einem einwöchigen Trip nach China und Singapur aufbricht, dann beweist er ökologisches Bewusstsein.

Für die zehn Mitarbeiter des Rathauses entrichtet die Senatskanzlei eine freiwillige Kohlendioxid-Abgabe. Rund 1400 Euro überweist das Rathaus der Organisation Atmosfair, die weltweit klimafreundliche Projekte unterstützt. Der Preis für das gute Gewissen errechnet sich aus der Schadensbilanz für die Flüge nach Fernost und zurück. Einschließlich der Zwischenflüge verursachen zehn Personen, so die Rechnung, einen Kohlendioxid-Ausstoß von sieben Tonnen.

Mit dem Geld aus der freiwilligen Abgabe sollen Großküchen in Indien auf Solarbetrieb umgestellt werden. Allein bis 2012 reduziert sich deren Kohlendioxid-Ausstoß um vier Tonnen.

Erste Station der Delegationsreise ist Hamburgs Partnerstadt Shanghai. Von dort geht es weiter ins südchinesische Kanton. Den Abschluss bildet ein Besuch der Republik Singapur mit dem weltgrößten Containerhafen. Im Mittelpunkt der Tour stehen passen-derweise Umwelt- und Klimaschutz.